Rückkehr am Oberrhein: Hoffnung auf mehr Fischadler
- Der Kopf von Fischadlern ist weiß mit einem dunklen Band um die Augenpartie. (Archivbild)
- Foto: Jens Büttner/dpa
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Oberrhein. Für Naturfreunde in Baden-Württemberg wächst die Chance auf mehr Fischadler-Nachwuchs: Das 2024 geborene Weibchen Fuchur ist an den Oberrhein zurückgekehrt und könnte der hier einst ausgerotteten Art neuen Auftrieb geben.
Nach Angaben des Naturschutzbunds Baden-Württemberg wurde der junge Vogel mehrfach im Naturschutzgebiet Saalbachniederung in Nordbaden beobachtet. Für die kleine Population im Land könnte das besonders wichtig werden. Nabu-Ornithologe Daniel Schmidt-Rothmund sprach von einem möglichen Durchbruch, wenn Fuchur im zeitigen Frühjahr am Donnerstag, 1. Januar wohlbehalten aus Afrika zurückkehrt.
Warum die Hoffnung wächst
Die Chancen auf einen passenden Partner in der Region gelten als gut. Während des Vogelzugs im Frühjahr rasten viele Fischadler auf der Rückreise in der Saalbachniederung. Dort wurde auch Fuchur nun mehrfach gesehen. Aus Sicht des Nabu ist es daher sehr wahrscheinlich, dass das Weibchen in den kommenden Jahren immer wieder an diesen Ort zurückkehrt.
Das erhöht die Aussicht auf ein weiteres Brutpaar in Baden-Württemberg. Für den Nachwuchs ist das besonders relevant, weil bei Fischadlern die Weibchen den Nistplatz auswählen.
Art galt lange als verschwunden
Fuchur war 2024 gemeinsam mit Artax und Luna geschlüpft. Die drei Jungvögel waren der zweite Nachwuchs von Chronos und Kepler. Bereits 2023 hatte damit nach mehr als 115 Jahren erstmals wieder ein Fischadlerpaar in Baden-Württemberg gebrütet.
Im August 2024 war Fuchur zufällig auf einem Foto bei einer Rast im nordspanischen Ebrodelta entdeckt worden. Danach fehlte von dem Vogel zunächst jede Spur.
Woran Fischadler zu erkennen sind
Fischadler werden rund 60 Zentimeter groß. Ihre Unterseite ist bis auf ein dunkles Brustband weiß. Die Oberseite ist dunkel graubraun. Auffällig ist auch der weiße Kopf mit einem dunklen Band um die Augenpartie.
Die Greifvögel fressen ausschließlich Fische. Für die Jagd stürzen sie ins Wasser. Damit das Gefieder dabei nicht durchnässt, pflegen die Tiere es mit Fett aus einer vergrößerten Bürzeldrüse am Schwanz. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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