Rodungen in Maintal starten am 5. Oktober
- Die Deutsche Bahn startet in Maintal Rodungsarbeiten für die Nordmainische S-Bahn. Entlang der bestehenden Bahnstrecke sollen neue Gleise entstehen, Ausgleichsflächen und neue Habitate sind geplant.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
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Maintal. In Maintal beginnen am Montag, 5. Oktober, Rodungsarbeiten für die Nordmainische S-Bahn. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind keine Auswirkungen auf den Straßenverkehr im Stadtgebiet oder auf Waldwege zu erwarten.
Die Arbeiten laufen entlang der bestehenden Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Maintal West und dem Bahnübergang Buchenheege. Auf rund 4,5 Kilometern werden Gehölze und Bäume zurückgeschnitten. Nördlich der heutigen Trasse wird dafür ein Streifen freigemacht, der je nach Abschnitt zwischen fünf und 20 Meter breit ist.
Warum die Flächen freigemacht werden
Die Bahn schafft damit Platz für zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise zwischen Frankfurt und Hanau. Außerdem sollen Stationen sowie Straßen- und Eisenbahnüberführungen modernisiert werden. Das Projekt gehört zur Nordmainischen S-Bahn, die künftig Frankfurt am Main Ost über Maintal mit Hanau verbinden soll.
Besonders umfangreich fallen die Rodungen im Bereich Buchenheege aus. Dort soll der heutige Bahnübergang durch eine neue Fahrrad- und Fußgängerüberführung ersetzt werden. Die zusätzlichen Flächen werden laut Bahn für Baustellenlogistik und Bauwege benötigt.
Das ist für Anwohner wichtig
Die Deutsche Bahn nennt mehrere Punkte, die für Menschen in Maintal unmittelbar relevant sind:
- Die Rodungen beginnen am Montag, 5. Oktober.
- Betroffen ist der Abschnitt zwischen Maintal West und Buchenheege.
- Der Straßenverkehr im Stadtgebiet soll nicht beeinträchtigt werden.
- Auch für Waldwege erwartet die Bahn keine Auswirkungen.
- Umweltfachliche Fachleute begleiten die Arbeiten.
Ausgleich mit neuen Bäumen und Eidechsenhabitaten
Die Eingriffe in die Natur sollen durch Aufforstungen und weitere Maßnahmen ausgeglichen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten will die Bahn vorübergehend gerodete Flächen mit rund 3.750 jungen Bäumen und Sträuchern neu bepflanzen.
Entlang der Strecke zwischen Maintal West und der neuen Fuß- und Radüberführung Buchenheege sollen auf rund 2,5 Hektar neue Waldflächen entstehen. Zusätzlich will die Bahn später gerodete Waldflächen rund um das neue Bauwerk sowie neue Böschungen wieder aufforsten.
Zum Schutz älterer Bäume am künftigen Waldrand ist ein sogenannter Voranbau geplant. Dabei werden junge Bäume und Sträucher auf insgesamt 1,5 Hektar gepflanzt. Sie sollen den bestehenden Wald langfristig gegen stärkere Belastungen durch Wind und Sonne stabilisieren.
Außerdem entstehen sieben weitere Ersatzhabitate für Eidechsen. Vorgesehen sind Flächen im Gewerbegebiet Maintal West, rund um den Surfsee und südlich der bestehenden Bahnstrecke.
Weitere Kompensation außerhalb von Maintal
Auch außerhalb des direkten Baustellenbereichs sind Ausgleichsmaßnahmen geplant. In Bernbach bei Gelnhausen sollen unter anderem rund 17 Hektar Wald zu vielfältigem Mischwald umgestaltet werden. Das entspricht nach Bahnangaben etwa 23 Fußballfeldern. In Münster bei Dieburg soll ebenfalls neuer Wald entstehen.
Die Nordmainische S-Bahn ist als zweigleisige, elektrifizierte Strecke für den Schienenpersonennahverkehr geplant. In den Hauptverkehrszeiten soll die S-Bahn auf dem Abschnitt künftig alle 15 Minuten fahren. Das Vorhaben ist Teil des Infrastrukturprogramms Frankfurt RheinMain plus und soll auch den Deutschlandtakt unterstützen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |