Rätsel um Fischsterben am Bodensee: Behörden geben erste Hinweise
- Am Bodenseeufer wurden tote Fische entdeckt. (Foto Handout)
- Foto: Landratsamt Bodenseekreis/dpa
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Bodenseekreis. Spaziergänger an mehreren Uferstellen des Bodensees haben in den vergangenen Tagen tote Fische entdeckt. Betroffen sind vor allem Karpfen. Nach ersten Untersuchungen gehen Behörden derzeit von einer natürlichen Ursache aus.
Das Landratsamt des Bodenseekreises in Friedrichshafen teilte mit, dass bislang keine Hinweise auf Schadstoffe oder andere äußere Einflüsse gefunden wurden. Auch Laboruntersuchungen ergaben bisher keinen Nachweis von Virus Erregern.
Karpfen reagieren empfindlich auf Frühlingstemperaturen
Nach Einschätzung der Fachleute könnte das Fischsterben mit den Bedingungen nach dem Winter zusammenhängen. Ein ähnlicher Fall war bereits im Frühjahr am Bodensee beobachtet worden.
Karpfen gelten als typische Warmwasserfische. Im Bodenseeraum können sie im Frühjahr besonders anfällig sein. Gründe sind unter anderem
- erschöpfte Energiereserven nach dem Winter
- noch niedrige Wassertemperaturen
- plötzliche Temperaturschwankungen
- zeitweise knappes Nahrungsangebot
Diese Faktoren können die Tiere schwächen und ihre Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Behörden beobachten die Situation weiter. Hinweise auf eine Gefahr für andere Tierarten oder für Menschen gibt es nach aktuellem Stand nicht. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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