Porta Nigra in Trier wird saniert – warum sie trotzdem schwarz bleibt
- Die Südfassade wird bis Ende 2027 saniert
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Denkmalpflege. In Trier wird das Wahrzeichen Porta Nigra aufwendig gereinigt und gesichert. Für Besucher bleibt das römische Stadttor zugänglich, Gerüste gehören in den kommenden Jahren aber zum Stadtbild.
Über Jahrzehnte haben sich Umweltverschmutzungen, Ruß und biologische Beläge auf dem fast 1900 Jahre alten Bauwerk abgelagert. Diese Krusten schaden dem Stein. Ziel der Sanierung ist es, die Oberfläche zu entlasten und weitere Schäden zu verhindern. Die dunkle Farbe bleibt dabei erhalten. Die schwarze Tönung gilt als prägendes Merkmal der Porta Nigra.
Warum das Schwarze Tor schwarz bleibt
Die Porta Nigra war ursprünglich hell. Die heutige Färbung entstand durch natürliche Reaktionen im Sandstein und durch Ablagerungen aus der Luft. Fachleute betonen, dass die Sanierung keine optische Rückkehr zum Ursprungszustand anstrebt. Gereinigt werden nur schädliche Krusten, nicht die historische Patina.
So läuft die Reinigung ab
Zunächst wird die Südfassade zur Fußgängerzone hin bearbeitet. In rund zehn Metern Höhe arbeiten Restauratoren mit moderner Lasertechnik. Ein gebündelter Lichtstrahl trägt die oberste Schmutzschicht schonend ab, ohne den Sandstein zu beschädigen. Zuvor werden Moose, Flechten und Staub mit warmem Wasser entfernt.
- Arbeitszeit pro Quadratmeter ein bis zwei Stunden
- Fläche der Südfassade rund 2000 Quadratmeter
- Geplantes Ende der Arbeiten an der Südfassade Ende 2027
Später soll auch die Nordfassade folgen. Dafür sind noch zusätzliche Landesmittel nötig.
Warum jetzt gehandelt werden muss
An vielen Stellen lösen sich bereits oberste Schichten des Steins. Teilweise sind in der Vergangenheit aufgebrachte Mörtel und dunkle Farbanstriche schadhaft. Diese Materialien werden nun entfernt, da sie Spannungen im Stein verursachen und das Risiko von Abplatzungen erhöhen.
Ein Bauwerk von internationaler Bedeutung
Die Porta Nigra entstand um das Jahr 170 nach Christus und gilt als besterhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen. Das Bauwerk aus rund 7200 Steinquadern ist Teil des Unesco Welterbes und das bekannteste Wahrzeichen der ältesten Stadt Deutschlands.
Die Sanierung kostet rund eine Million Euro. Die letzte größere Restaurierung liegt mehr als 50 Jahre zurück. Fachleute gehen davon aus, dass die aktuellen Maßnahmen das Denkmal für Jahrzehnte sichern. Trotz Gerüst bleibt die Porta Nigra geöffnet. Bedruckte Planen zeigen die vertraute Fassade und sollen die optischen Einschränkungen abmildern. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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