Polizei entwickelt eigenes Videospiel – und sucht damit neue Mitarbeiter
- Das Computersimulationsspiel soll am 13. Juli auf den Markt kommen.
- Foto: Sascha Ditscher/dpa
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Mainz. Ein neues Computerspiel soll einen realistischen Einblick in die Arbeit der Kriminaltechnik geben und zugleich Interesse an Berufen beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz wecken. Das Spiel „Forensics: Crime Scene Detective“ wurde vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Westerwälder Firma Binary Impact entwickelt.
Nach Angaben von LKA-Präsident Mario Germano handelt es sich um einen Simulator für Kriminaltechnik. Spieler untersuchen virtuelle Tatorte, sichern Spuren und lösen Fälle. Ziel ist es, besonders junge Menschen für die Arbeit der Ermittler zu interessieren.
Im Landeskriminalamt in Mainz arbeiten rund 700 Menschen in etwa 50 unterschiedlichen Berufsfeldern. Im Spiel sind deshalb auch Hinweise auf echte Karrieremöglichkeiten eingebaut. Über QR-Codes gelangen Spieler direkt zu einer Internetseite mit aktuellen Stellenanzeigen.
Spielstart im Juli
Der offizielle Verkaufsstart ist für Montag, 13. Juli geplant. Das Spiel erscheint als digitaler Download für PC sowie für mehrere Spielkonsolen.
Einige Eckdaten zur Entwicklung:
- Entwicklungszeit etwa 18 Monate
- Kosten zwischen rund 500.000 und 1 Million Euro
- Förderung durch den Bund etwa 200.000 Euro
- Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz rund 57.000 Euro
- Spielzeit etwa acht bis zehn Stunden
- 10 bis 30 unterschiedliche Kriminalfälle
Der geplante Verkaufspreis liegt laut Entwickler zwischen 20 und 30 Euro. Mit dem Projekt wollen Polizei und Entwickler zeigen, wie moderne Ermittlungsarbeit funktioniert und gleichzeitig neue Fachkräfte gewinnen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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