Personalie in Rheinland-Pfalz: Steiniger wird Staatssekretär
- Steiniger verantwortet den erfolgreichen CDU-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Johannes Steiniger rückt aus der Landespolitik stärker in die Bundesregierung auf. Der CDU-Politiker aus dem Wahlkreis Neustadt-Speyer soll Staatssekretär bei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werden.
Der 39-Jährige gehört dem Bundestag seit 2013 an und zog seinen Wahlkreis zuletzt direkt. Der Gymnasiallehrer für Mathe und Politik gilt in der rheinland-pfälzischen CDU als erfahrener Organisator und Wahlkämpfer.
Wichtige Rolle im CDU-Wahlkampf
Als Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz war Steiniger maßgeblich für den Landtagswahlkampf verantwortlich. Die CDU wurde bei der Wahl im März nach 35 Jahren SPD-Regierung wieder stärkste Kraft im Land. Im Wahlkampf unterstützte er besonders Gordon Schnieder, den CDU-Landeschef und jüngeren Bruder des inzwischen abgelösten Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder.
Für den erfolgreichen Wahlkampf erhielt Steiniger nach der Wahl in Berlin ausdrückliches Lob von Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz. In der Landespartei war Gordon Schnieder zuvor selbst Steinigers Vorgänger als Generalsekretär.
Klare Linie im Land, Fokus auf Berlin
Im Landtagswahlkampf griff Steiniger die SPD und Ministerpräsident Alexander Schweitzer schärfer an als der Spitzenkandidat. Zwei Wochen vor dem Wahltag warnte er vor einem möglichen rot-rot-grünen Bündnis. Zugleich betonte er, die CDU werde im rheinland-pfälzischen Landtag weder mit der AfD noch mit der Linkspartei zusammenarbeiten.
Schon früh hatte Steiniger klargemacht, nach einem Wahlsieg kein Ministeramt in Rheinland-Pfalz übernehmen zu wollen. Dennoch gehörte er der vierköpfigen CDU-Verhandlungsgruppe für die Koalition mit der SPD an.
Der verheiratete Katholik hat zwei Töchter, war Jugendtrainer im Fußball und ist auch kommunalpolitisch aktiv. dpa/red
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |