Palmer bleibt OB in Tübingen und sagt Ministeramt ab
- Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer will nicht in eine mögliche Landesregierung von Cem Özdemir wechseln. (Archivbild)
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Kommunalpolitik. Tübingen erhält Planungssicherheit im Rathaus. Oberbürgermeister Boris Palmer will sein Amt behalten und nicht in eine künftige Landesregierung wechseln.
Palmer teilte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, 16. März, mit, er habe Grünen-Politiker Cem Özdemir darüber informiert. Damit bestätigte er Berichte der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“. Zuvor hatten Spekulationen die Runde gemacht, Palmer könne Minister in einer möglichen Landesregierung werden.
Signal an Stadt und Land
Die Entscheidung bedeutet für Tübingen Kontinuität in der Stadtspitze. Palmer ist seit 2007 Oberbürgermeister und prägt zentrale Themen wie Stadtentwicklung, Verkehr und Klimaschutz. Im Landtagswahlkampf hatte Özdemir die Nähe zu Palmer gesucht. Der parteilose Rathauschef bot wiederholt Rat und Unterstützung an, äußerte sich jedoch lange nicht eindeutig zu einem möglichen Ministeramt.
Umfrage zeigt Wunsch nach Landesrolle
Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa zeigt, dass Palmer landesweit polarisiert und bekannt ist. Die Ergebnisse im Überblick.
- 39 Prozent wünschen sich für Palmer ein Amt in der Landespolitik.
- 18 Prozent sprechen sich dagegen aus.
- 21 Prozent haben keine Meinung.
- 21 Prozent kennen Palmer nicht.
Austritt aus den Grünen und Annäherung
Palmer war früher Landtagsabgeordneter und galt zeitweise als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Nach mehreren Skandalen trat er 2023 aus den Grünen aus. In den vergangenen Monaten gab es dennoch Signale der Annäherung. Palmer zeigte sich offen für eine Rückkehr. Führende Grünen-Politiker äußerten sich ebenfalls wohlwollend. Kretschmann sagte, es wäre schön, wenn Palmer zurückkehre. Mit der aktuellen Entscheidung bleibt Palmer vorerst fest in Tübingen verankert. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |