Niedrigwasser an der Donau bei Sigmaringen: Pegel auf Tiefstand

Der Pegelstand der Donau ist sehr niedrig.  | Foto: Felix Kästle/dpa
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Sigmaringen. An der oberen Donau im Landkreis Sigmaringen ist so wenig Wasser im Fluss wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Pegel Hundersingen wurden Ende Juni nur noch rund 4,27 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Üblich sind dort im langjährigen Mittel 26,6 Kubikmeter.

Folgen entlang des Flusses werden sichtbar

Nach Angaben des Regierungspräsidiums Tübingen treten so niedrige Werte an der oberen Donau normalerweise erst im Spätsommer oder Herbst auf. Einen ähnlich niedrigen Abfluss gab es zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Der historische Tiefststand stammt vom 29. November.

Entlang der Donau zeigen sich die Folgen bereits deutlich. Kiesbänke ragen aus dem Wasser. Flache Uferbereiche trocknen aus. Manche Seitenarme führen kaum noch Wasser. Zugleich steigen die Wassertemperaturen. Das belastet Fische und andere Wasserlebewesen zusätzlich.

Viele Pegel im Südosten von Baden Württemberg betroffen

Die Niedrigwasserlage betrifft weite Teile des südöstlichen Baden Württembergs. Besonders betroffen sind nach Behördenangaben die Einzugsgebiete von Donau, Riß, Schussen und Argen. Landesweit weisen rund 57 Prozent der Pegel sehr niedrige bis extrem niedrige Wasserstände auf.

Schauer bringen laut Fachleuten nur kurze Entspannung

Als Ursache nennt das Regierungspräsidium die seit Monaten anhaltende Trockenheit. Schon der Mai war deutlich zu trocken. Im Juni fiel nur etwa halb so viel Regen wie üblich. Gleichzeitig führen die hohen Temperaturen zu starker Verdunstung.

Um die Gewässer zu schonen, haben zuständige Behörden vielerorts die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen untersagt. Die für Donnerstag, 2. Juli, und die folgenden Tage angekündigten Schauer dürften die Lage nach Einschätzung der Fachleute allenfalls kurzfristig entspannen. Für eine nachhaltige Erholung brauche es länger anhaltenden, flächendeckenden Landregen. Bleibt es trocken, dürfte sich die Niedrigwasserlage weiter verschärfen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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