Niedrigwasser am Bodensee: Was Ausflügler jetzt wissen müssen
- Das Niedrigwasser ist Folge der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Monate.
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Bodensee. Wer in den kommenden Tagen eine Schifffahrt, einen Bootsausflug oder Wassersport am Bodensee plant, muss wegen des ungewöhnlich niedrigen Wasserstands mit Einschränkungen rechnen. Trotz Regenfällen der vergangenen Wochen ist der See weiterhin außergewöhnlich leer. Besonders sichtbar ist die Lage am Untersee rund um Radolfzell und Moos im Landkreis Konstanz, wo Uferbereiche und Hafenflächen trockenliegen und Boote schwerer ins Wasser kommen.
Am Pegel Konstanz wurden zuletzt 266 Zentimeter gemessen. Damit lag der Wasserstand unter dem bisherigen historischen Tiefstwert für den 8. September. Dieser hatte 2003 bei 277 Zentimetern gelegen.
Schiffsverkehr kann verspätet sein
Die Folgen zeigen sich vor allem an flachen Stellen. Die Bodensee-Schiffsbetriebe warnen vor Einschränkungen und Verspätungen im Schiffsverkehr. Auf ihrer Internetseite schreiben sie: „Noch nie war der Sommer-Pegelstand des Bodensees so niedrig wie in diesem Jahr."
Warum der Bodensee so wenig Wasser hat
Für den niedrigen Pegel nennt die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mehrere Gründe. Nach einem schneearmen Winter fehlte Schmelzwasser aus den Alpen. Hinzu kamen seit Monaten zu geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung im warmen Sommer.
Regen bringt vorerst keine Entspannung
Eine schnelle Erholung des Wasserstands ist nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes nicht absehbar. In den kommenden Tagen ist nur zeitweise Regen möglich. „Viel wird es nicht sein, was da zusammenkommen wird", sagte ein Meteorologe. Das Defizit der vergangenen Monate könne dadurch sicher nicht ausgeglichen werden.
Die Internationale Bodensee Tourismus GmbH betont, dass der See auch bei niedrigem Wasserstand ein attraktives Reiseziel bleibe. Für Schifffahrten, eigene Bootsausflüge und Wassersport empfiehlt sie, vorab bei den jeweiligen Betreibern nach möglichen Einschränkungen an Anlegestellen oder in flachen Uferbereichen zu fragen. Ohne länger anhaltenden und flächendeckenden Regen dürfte der Wasserstand in den kommenden Tagen weiter sinken. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |