Neustart der FDP in Rheinland-Pfalz: Thoma neuer Parteichef
- Stefan Thoma führt die rheinland-pfälzische FDP künftig an.
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Bad Kreuznach. Die FDP in Rheinland Pfalz setzt nach dem schweren Wahldebakel auf einen personellen Neustart. Beim Parteitag in Bad Kreuznach wählten die Delegierten den 37 Jahre alten Landtagsabgeordneten Stefan Thoma zum neuen Landesvorsitzenden.
Thoma erhielt rund 53 Prozent der gültigen Stimmen und setzte sich damit gegen zwei Mitbewerber durch. David Dietz kam auf etwa 41 Prozent. Bernhard Busch erreichte knapp 3 Prozent.
Der neue Parteichef rückte erst vor rund einem Jahr in den Landtag nach. Er folgte damals auf den verstorbenen Justizminister Herbert Mertin. Vor seiner politischen Arbeit im Parlament war Thoma als Lehrer tätig.
In seiner Bewerbungsrede stellte er Meinungsfreiheit und Sicherheit in den Mittelpunkt. Zugleich formulierte er ein klares Ziel für die kommenden Jahre. „Wir wollen in spätestens 3 Jahren wieder in den Bundestag einziehen. Wir wollen in spätestens 5 Jahren wieder in den Landtag einziehen“, sagte Thoma beim Parteitag.
Intensive Debatte nach historischem Wahlergebnis
Der Wahl des neuen Parteivorsitzenden ging eine lange und teilweise emotionale Aussprache voraus. Viele Mitglieder diskutierten über die politische Ausrichtung der Liberalen und über die Ursachen des schlechten Wahlergebnisses.
Ein Teil der Partei äußerte Kritik an der Beteiligung der FDP an den Ampelregierungen im Bund und im Land. Andere Delegierte verteidigten die Regierungsarbeit der rheinland pfälzischen FDP in den vergangenen zehn Jahren.
Bei der Landtagswahl war die Partei auf nur 2,1 Prozent der Stimmen gefallen und verpasste damit erneut den Einzug in den Landtag in Mainz.
Daniela Schmitt macht Weg frei
Die bisherige Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Daniela Schmitt hatte nach der Wahl ihren Rückzug angekündigt. Beim Parteitag erklärte sie, sie übernehme die Verantwortung für Wahlkampf und Ergebnis.
„Als Landesvorsitzende trage ich die Verantwortung für den Wahlkampf und das Ergebnis. Ich mache heute den Weg frei für den Neustart“, sagte Schmitt.
Schmitt stand seit April vergangenen Jahres an der Spitze der Landespartei. Damals wurde sie auf einem Parteitag in Mainz mit 67,5 Prozent gewählt. Sie folgte auf Volker Wissing, der nach dem Bruch der Ampel im Bund aus der FDP ausgetreten war.
Die Amtszeit des neu gewählten Landesvorstands endet regulär im kommenden Frühjahr. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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