Neue S21-Verzögerung in Stuttgart: Eröffnung erst Ende 2031
- Razavi ist erst seit ein paar Wochen im Amt.
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Stuttgart. Der umstrittene Tiefbahnhof Stuttgart 21 wird nach den jüngsten Angaben der Bahn erst Ende 2031 in Betrieb gehen. In Stuttgart hat Verkehrsministerin Nicole Razavi die erneuten Verzögerungen scharf kritisiert.
Razavi sprach von Fassungslosigkeit über Fehler bei der Umsetzung des Projekts. Dem „Südkurier“ sagte die CDU-Politikerin, sie hätte sich zwar Verzögerungen oder Korrekturen vorstellen können, aber nicht solche Mängel. Sie nannte als Beispiele falsch verlegte Kabel und einen aus ihrer Sicht zu sorglosen Umgang mit höheren Normen und Standards.
Ministerin sieht Bahn in der Verantwortung
Die Ministerin, die erst seit mehreren Wochen im Amt ist, bleibt nach eigenen Worten Befürworterin von Stuttgart 21. Zugleich kündigte sie an, das Projekt nun besonders kritisch zu begleiten. Die Erwartung an die Bahn sei, Stuttgart 21 „vollumfänglich und zügig“ fertigzustellen.
Razavi wies die Verantwortung der Politik für die aktuellen Probleme zurück. Die Ursache der mindestens fünfjährigen Verzögerung liege bei der Bahn selbst. Sie sprach von „echtem Versagen“ und verwies darauf, dass die Bahn die Probleme nach ihrer Darstellung selbst benenne.
Mehrkosten in Milliardenhöhe
Bahnvertreter hatten die spätere Eröffnung vor kurzem in einer Sitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag angekündigt. Teilnehmern zufolge soll der Tiefbahnhof nun Ende 2031 starten. Der Termin war bereits mehrfach verschoben worden.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rechnet die Bahn zudem mit Mehrkosten von rund 3 Milliarden Euro. Die Gesamtkosten des Projekts steigen damit auf etwa 14,5 Milliarden Euro. Razavi sagte, sie habe sich lange gegen Vergleiche mit dem Hauptstadtflughafen BER gewehrt. Inzwischen sei dieser Punkt aus ihrer Sicht erreicht. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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