Mitgliederentscheid in Baden-Württemberg: Generationenwechsel an der SPD-Spitze
- Die beiden wollen die SPD aus der Krise führen
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Stuttgart. Die SPD in Baden-Württemberg steht vor einem Wechsel an der Parteispitze. Bei einer Mitgliederbefragung setzte sich ein Duo deutlich durch und soll die Partei nach dem historischen Wahldebakel neu aufstellen.
Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori und der frühere Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch aus Sigmaringen erhielten 56,52 Prozent der Stimmen. Das teilte der Wahlvorstand in Stuttgart mit. Die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke kam auf 24,5 Prozent.
Mesarosch sprach nach dem Ergebnis von einem „Generationenwechsel“ an der Spitze der Südwest-SPD.
Parteitag in Ulm entscheidet endgültig
Die Befragung der Mitglieder ist politisch richtungsweisend. Formal fällt die Entscheidung jedoch erst beim Landesparteitag der SPD am Freitag, 19. Juni und Samstag, 20. Juni in Ulm. Der Landesvorstand will dem Parteitag nun Cademartori und Mesarosch als neue Doppelspitze vorschlagen.
Die Bewerber hatten vor der Abstimmung zugesichert, bei einer Niederlage auf dem Parteitag nicht erneut anzutreten.
SPD im Südwesten nach Wahldebakel unter Druck
Der personelle Neuanfang steht im Zusammenhang mit dem schwachen Abschneiden der Partei bei der letzten Landtagswahl. Damals kam die SPD im Südwesten nur auf 5,5 Prozent der Stimmen. Es war das schlechteste Ergebnis der Partei in Baden-Württemberg.
Der damalige Spitzenkandidat Andreas Stoch kündigte noch am Wahlabend seinen Rückzug als Partei- und Fraktionschef an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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