Mehr Nutrias in Baden-Württemberg: Abschüsse bleiben hoch
- Nutrias gelten als invasive Art. (Archivbild)
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Stuttgart. Für Menschen in Baden-Württemberg bleibt die Ausbreitung der Nutria ein Thema für Natur- und Hochwasserschutz: Im Südwesten haben Jäger im Jagdjahr 2024/2025 insgesamt 4.765 Tiere erlegt.
Das waren etwas weniger als in der vorherigen Saison mit 4.809 Nutrias. Im längerfristigen Vergleich bleibt die Zahl aber hoch. Bis zum Jagdjahr 2020/2021 waren im Land jeweils weniger als 3.000 Exemplare entnommen worden.
Deutschlandweit steigt die Zahl weiter
Bundesweit wurden im Jagdjahr 2024/2025 nach Angaben des Deutschen Jagdverbands 131.157 Nutrias getötet. Das sind rund 14.500 mehr als in der Saison davor. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren entspricht das einem Anstieg von rund 1.700 Prozent.
Warum die Nutria als Problem gilt
Die ursprünglich aus Südamerika stammende Art gilt als invasiv. Deutschland ist deshalb verpflichtet, den Bestand einzudämmen. Nutrias zerstören Schilfgürtel und setzen damit Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Zudem unterhöhlen die Tiere Deichanlagen und gefährden so den Hochwasserschutz.
So ordnet sich Baden-Württemberg ein
Mit rund 54.000 erlegten Tieren lag Niedersachsen im vergangenen Jagdjahr bundesweit vorn. Dahinter folgte Nordrhein-Westfalen mit mehr als 41.000 Nutrias. Baden-Württemberg liegt deutlich darunter, gehört mit mehreren tausend erlegten Tieren aber zu den Ländern mit einem merklichen Bestand. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |