Luftalarm in Kiew: BaWü-Minister Hagel muss in Bunker
- Austausch in den Bereichen Spionageabwehr und Drohenproduktion wünscht sich der Innenminister mit der Ukraine. (Archivbild)
- Foto: Tom Weller/dpa
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Kiew. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel hat bei einer Reise nach Kiew Luftalarm und die Folgen russischer Angriffe unmittelbar erlebt. Der CDU-Politiker musste nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in der Nacht mit seiner Delegation in einen Bunker gehen. Grund seien Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt gewesen.
Als Hagel und die Delegation sich in Kiew bewegten, wurde demnach außerdem eine Drohne am Himmel über der Gruppe abgeschossen. Bereits auf der Hinreise sei die Delegation kurz vor dem Hauptbahnhof in Kiew aus dem Zug evakuiert worden, weil in der Stadt Luftalarm ausgelöst worden sei. Weitere Details nannte das Ministerium aus Sicherheitsgründen nicht.
Delegation aus Baden-Württemberg mit Wirtschaftsvertretern
Begleitet wird Hagel nach Ministeriumsangaben auch von Wirtschaftsvertretern, etwa aus der Sicherheitsindustrie. Vertreter von Daimler Truck und der Universität Lwiw unterzeichneten demnach eine Kooperationsvereinbarung.
Das Innenministerium schrieb auf Instagram, Ziel der Reise sei es, Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine aufzubauen und technisches Know-how zu teilen. Hagel wird dort mit den Worten zitiert: „Wir müssen jetzt unsere Sicherheitsarchitektur nachrüsten und auf jeder Ebene verteidigungsfähig werden gegen diese neuen Bedrohungen. Sicherheitspolitik ist Wirtschaftspolitik".
Krieg belastet auch Bahnverkehr und Infrastruktur
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Bei russischen Angriffen gibt es immer wieder Tote sowie Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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