Licht-Aus im Kanzleramt: Özdemirs Merkel-Anekdote
- Ein Schwabe durch und durch: Cem Özdemir. (Archivbild)
- Foto: Jennifer Kramer/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Berlin. Wer zu Hause konsequent das Licht ausschaltet, kennt das Problem: Manchmal ist der richtige Schalter schwerer zu finden als gedacht. Im Kanzleramt wurde daraus für Cem Özdemir während der Jamaika-Sondierungen eine Anekdote mit Angela Merkel.
Der Grünen-Politiker erzählt, am Ende eines Verhandlungstags habe im Sitzungsraum noch Licht gebrannt. „Da dachte ich, ich kann doch jetzt nicht einfach gehen und das Licht anlassen – das macht man einfach nicht als Baden-Württemberger“, sagte der 60-Jährige.
Anders als bei einfachen Klickschaltern habe es im modernen Büro aber ein Bedienfeld mit vielen Tasten gegeben. Özdemir sei damit „ziemlich überfordert“ gewesen und länger beschäftigt geblieben.
Merkel bemerkte den fehlenden Verhandler
Angela Merkel sei schließlich zurückgekommen, weil ihr aufgefallen sei, dass einer der Teilnehmer fehlte. „Irgendwann sehe ich, dass Frau Merkel im Türrahmen steht“, erzählt Özdemir. Als sie ihn gesehen habe, habe sie gefragt: „Was machen Sie hier?“
Die Jamaika-Sondierungen nach der Bundestagswahl scheiterten später im November, nachdem die FDP die Verhandlungen verlassen hatte. In Erinnerung geblieben ist Özdemir neben den politischen Hürden auch der Versuch, die Beleuchtung im Kanzleramt auszuschalten.
Eine schwäbische Marotte im Alltag
Auch heute müsse er nach eigener Darstellung regelmäßig auf Alltagsregeln achten, im Staatsministerium ebenso wie zu Hause. Özdemir nennt das „eine richtig schwäbische Marotte“. Dazu gehören nach seinen Worten vor allem:
- Licht ausschalten
- Fenster schließen, wenn geheizt wird
- Müll richtig trennen
Seine Kinder mache das „ganz verrückt“, sagt der Grünen-Politiker. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |