Igel und Maulwurf melden: So funktioniert die Herbstzählung
- Im Herbst werden Igel vor dem Winterschlaf häufig in Gärten und Parks aktiv. Sichtungen von Igeln, Maulwürfen oder Maulwurfshügeln lassen sich mit Datum und Ort für ein langfristiges Monitoring melden.
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Wer im Herbst Igel, Maulwürfe oder Maulwurfshügel sieht, kann die Beobachtung mit Datum und Fundort online melden und so helfen, Verbreitung und Vorkommen langfristig besser einzuschätzen. Hintergrund ist eine Mitmachaktion der Deutschen Wildtier Stiftung, die im Herbst Sichtungen sammelt, weil Igel jetzt vor dem Winterschlaf besonders aktiv sind und Maulwürfe beim Anlegen ihrer Vorräte oft neue Hügel aufwerfen.
Gemeldet werden können Funde wie ein Igel auf dem Feldweg oder Maulwurfshügel auf der Wiese. Jede einzelne Meldung ergänzt Daten, die Forschende allein flächendeckend kaum erheben könnten. Das Projekt ist als langfristiges Monitoring angelegt.
Woran sich Igel und Maulwurf im Herbst gut erkennen lassen
Im Herbst legen Igel vor dem Winterschlaf ein Fettpolster an. Häufig sind sie in der Dämmerung und nachts in Gärten und Parkanlagen unterwegs, auf der Suche nach Insekten, Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Später bauen sie ihr Winterquartier in dichten Gebüschen oder unter Ast- und Laubhaufen und rollen sich dort ein. In dieser Zeit kostet jedes Aufschrecken Energie, die für das Überwintern wichtig ist.
Maulwürfe halten dagegen keinen Winterschlaf. Sie müssen auch in der kalten Jahreszeit fressen und legen unterirdische Nahrungskammern an, in denen sie vor allem Regenwürmer horten. Beim Anlegen der Gänge und Kammern schieben sie Erde nach oben. So entstehen die typischen Maulwurfshügel.
Praktisch für die Einordnung im Alltag:
- Igel-Sichtungen sind vor allem in der Dämmerung und nachts wahrscheinlich.
- Maulwürfe werden oft indirekt über frische Hügel bemerkt.
- Für Meldungen zählen Datum und Fundort. Fotos und kurze Hinweise können die Beobachtung ergänzen.
Wo Sichtungen gemeldet werden können
Beobachtungen zu Igel und Maulwurf werden online auf https://igelsuche.de gesammelt. Dort lassen sich Datum und Fundort dokumentieren, auch Fotos und Hinweise zum Fund.
Sichtungen aus Bayern nimmt zusätzlich das LBV-Bürgerforschungsprojekt „Igel in Bayern“ entgegen unter https://www.igel-in-bayern.de/.
Weitere Hintergrundinfos der Deutschen Wildtier Stiftung zu beiden Arten stehen hier:
- Igel: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/igel
- Maulwurf: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/maulwurf
Unterm Strich bringt eine sauber dokumentierte Sichtung im Herbst eine einfache, alltagstaugliche Möglichkeit, den Zustand heimischer Wildtiere über Jahre besser einordnen zu können.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |