I Am What I Am: NDR-Doku gewinnt Robert Geisendörfer Preis

I Am What I Am – Stolz eine Frau zu sein steht beim Robert Geisendörfer Preis 2026 im Mittelpunkt: Die NDR-Doku und ein NDR-Hörspiel wurden ausgezeichnet. | Foto:  alipko/stock.adobe.com
  • I Am What I Am – Stolz eine Frau zu sein steht beim Robert Geisendörfer Preis 2026 im Mittelpunkt: Die NDR-Doku und ein NDR-Hörspiel wurden ausgezeichnet.
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I Am What I Am – Stolz eine Frau zu sein. Zwei NDR (Ko)-Produktionen holen beim Robert Geisendörfer Preis 2026 Auszeichnungen: der Dokumentarfilm „I Am What I Am – Stolz eine Frau zu sein“ und das Hörspiel „Für immer seh ich dich wieder“.

Im Mittelpunkt des Films steht Efrat Tilma, eine der ersten Transpersonen Israels. Die Doku begleitet ihre Rückkehr nach Jahren im Exil und zeigt, wie Diskriminierungserfahrungen unter der Regierung Netanjahus für sie wieder präsent werden.

I Am What I Am – Stolz eine Frau zu sein: Worum es in der Doku geht

Udi Nir und Sagi Bornstein haben den Film für ARTE umgesetzt, produziert von Christian Beetz und Georg Tschurtschenthaler. In der Jurybegründung heißt es: „Die Kamera ist nah, aber nie aufdringlich. Sie beobachtet, ohne bloßzustellen.“ Besonders betont die Jury, dass der Film Efrat Tilma nicht „zur Heldin“ oder „zum Symbol“ macht. Stattdessen bleibe er bei der Person, ihren Erinnerungen und Widersprüchen, und setze gerade dadurch eine klare filmische Haltung.

Ein Hörspiel über Verlust, Trauer und Liebe

Die zweite Auszeichnung geht an das Hörspiel „Für immer seh ich dich wieder“, nach dem gleichnamigen Roman von Yannic Han Biao Federer. Regie führte Cordula Dickmeiß. Die Geschichte folgt Charlotte und Yannic, die sich auf ihr erstes Kind vorbereiten, bis ihr Sohn Gustav Tian Ming als Totgeburt im Krankenhaus stirbt. Im Text geht es auch um den Umgang des Umfelds, um Rituale und um eine Bürokratie, die für totgeborene Kinder kaum Worte findet.

Warum die Jury das Thema „radikales Mitfühlen“ nennt

In der Jurybegründung wird der Blick auf eine Katastrophe gelenkt, die selten öffentlich erzählt werde, aber viele betrifft: „In Deutschland erleben das jährlich fast dreieinhalbtausend Eltern.“ Über das Hörspiel heißt es außerdem: „Das NDR-Hörspiel ‚Für immer sehe ich dich wieder‘ [...] bringt die Hörenden so nah mit dieser existenziellen Tragödie in Kontakt, dass das Zuhören zum radikalen Mitfühlen wird.“ [red]

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Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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