Hafturteil gegen Stuttgarter Eren: Hildebrand in Sorge
- Serkan Eren ist einer der engsten Freunde des VfB-Torwarts Timo Hildebrand. (Archivbild)
- Foto: Christoph Soeder/dpa
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Stuttgart. Der Fall betrifft eine Stuttgarter Hilfsorganisation und wirft Fragen nach konsularischer Hilfe auf: Nach Angaben von Stelp ist Gründer und Geschäftsführer Serkan Eren im Iran zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere VfB-Torwart Timo Hildebrand zeigte sich in der „Stuttgarter Zeitung“ tief besorgt um seinen Freund.
„Für mich als engen Freund ist es einfach nur schlimm“, sagte Hildebrand. Die Nachricht sei „auf jeden Fall ein Schock“. Er wolle sich nicht ausmalen, was zehn Jahre in einem iranischen Gefängnis bedeuteten: „Das will keiner von uns erleben.“
Stelp nennt Vorwurf des Gerichts
Die Stuttgarter Hilfsorganisation hatte am 22. September unter Berufung auf Erens Rechtsbeistand im Iran über das Urteil informiert. Als Grund habe das Gericht den Kontakt zu einem Land genannt, das der Iran als verfeindet einstufe. Um welches Land es sich handelt, war zunächst unklar.
Warum deutsche Behörden nicht zuständig sind
Eren ist den Angaben zufolge in Deutschland geboren und aufgewachsen, besitzt aber die türkische Staatsangehörigkeit. Deshalb seien türkische und nicht deutsche Behörden zuständig. Eine Bestätigung des Urteils durch türkische oder iranische Behörden lag zunächst nicht vor.
Eren gründete Stelp und führt die Organisation als Geschäftsführer. Nach Angaben der Hilfsorganisation reiste er im Juni des Vorjahres in den Iran, um Menschen in Not zu unterstützen. Dort sei er in Gewahrsam genommen worden. Für sein Engagement wurde Eren von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |