Frauen in Rheinland-Pfalz leben länger – verdienen aber weniger
- In Rheinland-Pfalz gibt es einige Unterschiede zwischen Frauen und Männern. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Zum Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, rücken neue Zahlen die Lebensrealität von Frauen im Land in den Fokus. Die Daten zeigen klare Unterschiede zwischen Frauen und Männern – mit spürbaren Folgen für Einkommen, Familie und Alterssicherung in den Kommunen.
Gut die Hälfte der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz ist weiblich. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lebten Ende 2024 rund 4,13 Millionen Menschen im Land, 50,5 Prozent davon Frauen. Das Durchschnittsalter der Rheinland-Pfälzerinnen lag bei 48 Jahren.
Frauen leben länger – Ungleichgewicht im hohen Alter
Frauen in Rheinland-Pfalz haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer. Ein heute geborenes Mädchen erreicht im Schnitt 83 Jahre, ein Junge 78,6 Jahre. Mit zunehmendem Alter wächst dadurch der Frauenüberschuss. Bei den über 90-Jährigen ist die Zahl der Frauen mehr als doppelt so hoch wie die der Männer.
Familie: Spätere Geburt, hohe Last für Frauen
Rheinland-Pfälzerinnen heiraten durchschnittlich mit 32 Jahren und damit rund zweieinhalb Jahre früher als Männer. Bei der Geburt des ersten Kindes waren Frauen im Schnitt 30,1 Jahre alt. Der Trend zu späteren Geburten hält an: Innerhalb von zehn Jahren stieg der Anteil der Mütter über 30 Jahre von 56 auf 63 Prozent. Bei Alleinerziehenden tragen Frauen besonders häufig die Verantwortung – ihr Anteil liegt bei 84 Prozent.
Bildung hoch, Einkommen niedriger
Frauen erreichen im Land im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Rund 38 Prozent der jungen Frauen machen Abitur, bei den Männern sind es 29 Prozent. Auch im Schulalltag prägen Frauen das Bild: 2024 waren fast drei Viertel der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen weiblich, an Grundschulen sogar fast 90 Prozent.
Trotzdem zeigt sich eine strukturelle Benachteiligung im Berufsleben. Mit 52 Prozent arbeitet mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Teilzeit, bei den Männern sind es 11 Prozent. Führungspositionen bleiben überwiegend männlich besetzt, der Frauenanteil liegt bei 30 Prozent. Selbst bei vergleichbarer Tätigkeit verdienen Frauen pro Stunde im Schnitt 6 Prozent weniger als Männer.
Höheres Armutsrisiko, weniger Unfälle und Straftaten
Frauen in Rheinland-Pfalz sind in allen Altersgruppen häufiger von Armut bedroht. Die Armutsgefährdungsquote lag 2024 bei 18 Prozent, bei Männern bei 15,7 Prozent.
Im öffentlichen Raum zeigen sich dagegen geringere Risiken: Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden waren nur 34 Prozent der Beteiligten weiblich. Auch vor Gericht sind Frauen deutlich seltener vertreten. 2024 entfiel nur rund ein Fünftel der Verurteilungen auf Frauen. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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