Fledermaus-Schutz bremst Hermann-Hesse-Bahn: Abends weniger Züge
- Probleme mit Technik zur sogenannten Fledermaus-Vergrämung beeinträchtigen die Hesse-Bahn. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Calw. Fahrgäste der Hermann-Hesse-Bahn müssen im Raum Calw derzeit abends und nachts mit weniger Verbindungen und einem verkürzten Laufweg rechnen. Grund ist eine technische Störung an Anlagen, die streng geschützte Fledermäuse von den Bahntunneln fernhalten sollen.
Was sich im Fahrplan ändert
Seit dem 21. August dürfen die Züge durch die Bestandstunnel nur noch in „Langsamfahrt“ rollen. Zwischen 18 Uhr und 8 Uhr ist der Betrieb eingeschränkt. In dieser Zeit fährt die Hermann-Hesse-Bahn nur einmal pro Stunde. Außerdem fahren die Züge vorerst nicht bis Renningen, sondern enden in Weil der Stadt.
Nach Angaben einer Sprecherin des Landratsamtes Calw lässt sich nicht auf den Tag genau sagen, wann die Softwareprobleme behoben sind. Die Behörde geht aber davon aus, dass der reguläre Betrieb im Laufe der nächsten zwei Tage wieder aufgenommen werden kann, also voraussichtlich bis Donnerstag, 27. August.
Warum Fledermaus-Technik die Bahn bremst
In den früher von Fledermäusen genutzten Tunneln kommen sogenannte Vergrämungsanlagen zum Einsatz. Sie senden Schallwellen aus und sollen verhindern, dass die Tiere in Tunnel fliegen, die nun von den Zügen genutzt werden.
Die Technik funktioniere aktuell nicht wie vorgesehen. Die Fledermäuse würden während der Störung dennoch ferngehalten, sagte die Sprecherin. Nach Angaben des Landratsamtes habe die gesamte Zeit über sichergestellt werden können, dass alle Fledermäuse in den richtigen Tunnel geflogen sind.
Für Fahrgäste ist vor allem wichtig, die eingeschränkten Abend- und Nachtzeiten sowie das vorläufige Ende in Weil der Stadt einzuplanen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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