Ersatzneubau der Hochbrücke in Gerolstein hat begonnen
- In Gerolstein hat der Ersatzneubau der Hochbrücke im Zuge der B 410 begonnen.
- Foto: Monika Klein
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Verkehr. In Gerolstein hat der Ersatzneubau der Hochbrücke im Zuge der B 410 begonnen. Wie das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz mitteilt, setzten Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Achim Schwickert den symbolischen Spatenstich.
Der Neubau betrifft nicht nur die Brücke selbst. Geplant sind auch eine breitere Fahrbahn, beidseitige Radfahrstreifen und Gehwege sowie eine größere lichte Höhe über den Gleisen, um die Voraussetzungen für eine spätere Elektrifizierung der Eifelstrecke zu schaffen.
Auch angrenzende Knotenpunkte werden umgebaut
Zudem werden die Knotenpunkte nördlich und südlich der Brücke als Kreisverkehre neugestaltet. Nach Angaben des Ministeriums kommt der Hochbrücke als einziger innerörtlicher Querungsmöglichkeit für den motorisierten Individualverkehr über die Kyll und die Eisenbahnstrecke Köln – Trier eine besondere Bedeutung für die Mobilität in Gerolstein zu.
Die Brücke verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander. Weil das Bauwerk aus dem Jahr 1952 den heutigen baulichen und verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, waren Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsanlage erforderlich.
Mit dem Baurecht, den abgeschlossenen bauvorbereitenden Planungsarbeiten des Landesbetriebs Mobilität und der gesicherten Finanzierung durch den Bund konnten bereits im März die Gründungsarbeiten für die Fundamente der Widerlager der neuen Hochbrücke beginnen.
"Comeback der Infrastruktur"
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte: „Wir sorgen für ein Comeback der Infrastruktur! Eine leistungsfähige, moderne und effiziente Verkehrsinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Sie zu sichern, ist deshalb das zentrale verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung. Das gilt auch für wichtige Maßnahmen im Zuge von Bundesstraßen wie hier in Gerolstein, die dazu beitragen, dass wir die Infrastruktur verbessern. Deshalb investieren wir hier als Bund fast 16 Millionen Euro. Davon profitiert die gesamte Region.“
Achim Schwickert, Verkehrsminister des Landes Rheinland-Pfalz, sagte: „Mit dem heutigen Spatenstich kommen wir dem Ziel, den Verkehr in Gerolstein zukunftsfähig aufzustellen und die Verkehrssicherheit zu verbessern, einen großen Schritt näher. Mit Fertigstellung des Gesamtpaketes bis Ende 2028 wird in Gerolstein eine moderne, leistungsfähige Verkehrsader entstehen, die auch die verkehrliche Entwicklung der Stadt Gerolstein berücksichtigt.“
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen laut Mitteilung bei rund 20,5 Millionen Euro. Der Bund trägt mit rund 16 Millionen Euro den überwiegenden Teil der Kosten für die Straßenbrücke einschließlich des Anteils der Deutschen Bahn AG am Brückenbauwerk.
Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen Euro. Die Stadt Gerolstein wendet für den Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur rund 3 Millionen Euro auf.
Ergänzend sollen im Auftrag der Stadt Gerolstein ein Park-and-Ride-Parkplatz sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof errichtet werden. Das Land beabsichtigt, diese Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zu unterstützen.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |