Einladung aus Memmingen: Marvel soll „Avengers“ hier starten
- Oberbürgermeister Jan Rothenbacher wirbt als Bösewicht «Doctor Doom» dafür, dass der nächste Marvel-Film in Memmingen Premiere feiert.
- Foto: Jason Tschepljakow/dpa
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Memmingen. Marvel-Fans in Bayerisch-Schwaben bekommen eine ungewöhnliche Einladung aus der Stadt: Memmingen will die Premiere des neuen Films „Avengers: Doomsday“ an den Marktplatz holen.
Auslöser ist ein Werbevideo des Produktionsunternehmens Marvel. Darin ist ein Bild des Memminger Rathauses mit dem Marktplatz zu sehen. Die Stadt wird damit quasi zu „Doomstadt“, also zur Heimat des Bösewichts „Doctor Doom“.
„Es kommt nicht jeden Tag vor, dass das Rathaus einer bayerischen Stadt Teil des Marvel-Universums wird“, sagte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. Deshalb habe die Stadt die Geschichte mit Humor aufgegriffen und Marvel offiziell nach Memmingen eingeladen.
OB Rothenbacher wirbt im Kostüm für Memmingen
Für ein Video der Stadt in sozialen Netzwerken schlüpfte Rothenbacher selbst in das Kostüm von „Doctor Doom“. In dem Clip begrüßt die Figur die Fans zunächst mit den Worten „Welcome to Doomstadt“. Danach nimmt der Oberbürgermeister die Maske ab und sagt grinsend: „Ne, nicht wirklich.“
Der neue Film „Avengers: Doomsday“ soll im Dezember in die Kinos kommen. US-Schauspieler Robert Downey Jr. übernimmt darin die Rolle von „Doctor Doom“. Zwischen 2012 und 2019 waren bereits vier „Avengers“-Filme erschienen.
Memmingen verweist auf seine Geschichte der Freiheitsrechte
In einem Schreiben an die Marvel-Macher betont Rothenbacher, dass Memmingen mit dem autokratisch regierten Fantasiestaat Latveria nur als Kulisse Gemeinsamkeiten habe. Die Stadt stehe vielmehr für Freiheitsrechte und Demokratie.
Zur Begründung verweist er auf die „Zwölf Artikel“, die Bauern 1525 in Memmingen verfassten, um mehr Freiheit einzufordern. Sie gelten als eine der frühesten Demokratiebewegungen in Deutschland. Memmingen biete zwar keine Weltherrschaft, dafür aber offene Türen, offenes Denken und Leichtigkeit, so der Oberbürgermeister. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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