Demo in Stuttgart: Tausende gegen Aufrüstung und Wehrpflicht
- Die Demonstration begann und endete auf dem Stuttgarter Schlossplatz.
- Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa
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Stuttgart. Am Schlossplatz haben Tausende Menschen gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Krieg demonstriert. Die Kundgebung machte die unterschiedlichen Positionen zur deutschen Sicherheits- und Sozialpolitik in der Landeshauptstadt sichtbar.
Unter dem Motto „Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg!“ forderten die Teilnehmer unter anderem, Waffenlieferungen und Wirtschaftssanktionen zu beenden. Stattdessen verlangten sie höhere Ausgaben im Sozialbereich. Weitere Forderungen waren die Schließung aller US-Militärstützpunkte in Deutschland sowie der Abzug von US-Atomwaffen.
Teilnehmerzahlen gehen auseinander
Die Veranstalter nannten in einer Pressemitteilung 15.000 Teilnehmer. Angemeldet waren rund 10.000 Menschen. Nach dem Eindruck eines dpa-Reporters befanden sich auf dem Schlossplatz Menschen im unteren bis mittleren Tausenderbereich.
Polizei nimmt Mann an Rednerbühne fest
Zu den Rednerinnen gehörten die stellvertretende Linke-Parteivorsitzende Özlem Alev Demirel und die frühere Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen vom BSW-Bundesvorstand. Dagdelens Rede wurde durch Sprechchöre gestört, woraufhin die Polizei ihre Kräfte an der Bühne verstärkte.
Ein vermummter Mann betrat während ihrer Rede die Bühne und ging weiter auf Dagdelen zu. Die Polizei griff ein und nahm ihn fest. Dabei setzte sie auch Pfefferspray ein.
Ein Bündnis aus rund 300 Organisationen hatte zu der Veranstaltung aufgerufen. Dazu zählten Friedens- und Anti-Kriegsgruppen, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, das Bündnis gegen Wehrpflicht sowie einzelne Verdi-Ortsgruppen. Auch die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann richtete ein Video-Grußwort an die Kundgebung. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |