Causa Bas: CDU-Mann von Stetten wirft SPD „Instrumentalisierung“ vor
- Christian Freiherr von Stetten sitzt seit 2002 im Bundestag und ist seit 2011 Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der Union. (Archivbild)
- Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Schwäbisch Hall. Die Debatte über den Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas geht weiter. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe weist Vorwürfe aus der SPD gegen die Union zurück.
Bas war nach dem Tod ihrer Stieftochter als SPD-Parteivorsitzende zurückgetreten. Sie hatte sich dabei auch über persönliche Angriffe aus den Reihen des Koalitionspartners beklagt. SPD-Chef Lars Klingbeil nannte das Verhalten der Union „unanständig“. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach von einem „unmenschlichen“ Umgang der Union mit Bas.
Von Stetten verlangt konkrete Beispiele
Von Stetten schrieb in seinem Newsletter, weder CDU-Abgeordnete noch Journalisten hätten Bas nach Bekanntwerden des Trauerfalls kritisiert oder ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende gefordert. Klingbeil, Schwesig und SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hätten keine konkreten Beispiele für Angriffe aus der CDU nach dem Todesfall genannt.
Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Union warf seinerseits Klingbeil und Schwesig vor, den Todesfall politisch zu instrumentalisieren. Zugleich verwies er auf Rücktrittsforderungen aus den Reihen der SPD gegen die Parteispitze in den vergangenen Monaten.
Kritik an Bas schon vor dem Trauerfall
Von Stetten erklärte, er habe Bas bereits am 11. September wegen aus seiner Sicht verzögerter Reformen im Arbeitsministerium als „nicht mehr tragbar“ bezeichnet. Vom Tod der Stieftochter am 26. September habe er damals nichts gewusst. Seine Kritik habe sich ausschließlich auf die Arbeit im Ministerium bezogen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |