Bundeswehr-Ausbildung in Sigmaringen: Erste Schritte geplant

Die frühere Kaserne in Sigmaringen ist sehr interessant für die Bundeswehr. (Archivfoto)  | Foto: Thomas Warnack/dpa
  • Die frühere Kaserne in Sigmaringen ist sehr interessant für die Bundeswehr. (Archivfoto)
  • Foto: Thomas Warnack/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Sigmaringen. Für die Region zeichnet sich eine mögliche Rückkehr der Bundeswehr ab: In Sigmaringen sollen vorbereitende Schritte für eine militärische Ausbildung eingeleitet werden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.

Betroffen ist die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne samt früherem Truppenübungsplatz. Eine feste Stationierungsentscheidung ist damit nach Angaben des Ministeriums aber noch nicht verbunden.

Die nächsten Schritte sollen in einer Absichtserklärung festgehalten werden. Auf dieser Grundlage soll die Liegenschaft wieder genutzt werden. Sigmaringen gehört zu fünf Standorten in Deutschland, an denen solche Vorbereitungen geplant sind.

Die frühere Kaserne war 2014 geschlossen worden. Der letzte Soldat verließ den Standort damals. Auf dem Gelände befindet sich derzeit noch die Landeserstaufnahmestelle mit mehreren Hundert Menschen. Nach Angaben des Justizministeriums laufen Gespräche mit der Bundeswehr und dem Regierungspräsidium Tübingen über die Zukunft der Einrichtung.

Vor der Schließung gab es in Sigmaringen zwischen 2.500 und 3.000 Dienstposten. Wegen des geplanten Ausbaus der Bundeswehr hatte das Verteidigungsministerium bereits im Herbst 2025 die Umwandlung ehemaliger Militärstandorte gestoppt. Im Südwesten betraf das zunächst 26 Standorte. Inzwischen sind es noch 22.

Neuer Wehrdienst erhöht den Bedarf

Seit 1. Januar gilt das Gesetz für den neuen freiwilligen Wehrdienst. Alle volljährig werdenden Männer und Frauen erhalten Fragebögen, mit denen Eignung und Motivation für die Bundeswehr erfasst werden. Junge Männer müssen den Bogen ausfüllen, für junge Frauen ist das freiwillig.

Deutschland reagiert damit auf die Bedrohung durch Russland und auf veränderte Nato-Ziele. Die aktive Truppe soll auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals 2026 lag die Zahl bei rund 185.000. Zudem sind 200.000 Reservistinnen und Reservisten als Ziel genannt. Werden diese Zielkorridore verfehlt, kann der Bundestag über eine Wehrpflicht entscheiden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.