Bodo Ramelow zieht teilweise nach Italien: Warum er Thüringen trotzdem treu bleibt
- Bodo Ramelow (Die Linke), Thüringens Ex-Ministerpräsident und heutige Bundestags-Vizepräsident, bei einer Wanderung im Wald (Archivbild).
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Bodo Ramelow. Der frühere Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow verkauft sein Ferienhaus am Bleilochstausee und will künftig mehr Zeit in Meran verbringen. Der Linke-Politiker spricht von einem neuen Lebensmittelpunkt auf Zeit, ohne Erfurt den Rücken zu kehren.
«Ich verlege einen Teil meines Lebens mit meiner besseren Hälfte nach Italien», sagte der siebzig Jahre alte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zuerst hatten die Zeitungen von Funke Thüringen über den geplanten Verkauf seines Feriendomizils an einer der großen Saaletalsperren berichtet.
Der Schritt hat auch einen sehr persönlichen Grund. Ramelows Frau, eine gebürtige Italienerin, wolle wieder häufiger ihre Muttersprache sprechen. In Meran sei das Paar in den vergangenen Jahren bereits oft im Urlaub gewesen.
Meran statt Waldgrundstück in Thüringen
Aus dem Rückzugsort am Wasser wird nun ein neues Kapitel in Südtirol. Ramelow tauscht das aufwendig zu bewirtschaftende Waldgrundstück mit rund zweitausend Quadratmetern gegen eine Mietwohnung in der Stadt.
An seinem Hauptwohnsitz soll sich aber nichts ändern. «Ich bin Erfurter, ich bleibe Erfurter», betonte Ramelow. Das gelte auch für die Zeit nach seinem Bundestagsmandat.
Für Ramelow ist die laufende Legislaturperiode im Bundestag nach eigenen Worten die letzte. Er werde sich danach nicht erneut um ein politisches Mandat bewerben. Seit der vergangenen Bundestagswahl ist er einer der Vizepräsidenten des Bundestags. Damit zeichnet sich für den erfahrenen Linke-Politiker ein leiser Übergang ab, zwischen politischem Abschied, Erfurter Wurzeln und einem neuen Alltag in Italien. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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