Bodensee: Felchenfang ab Mai 2027 wieder erlaubt
- Felchen dürfen im kommenden Jahr wieder gefischt werden. (Archivbild)
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Bodensee. Berufsfischer dürfen am Bodensee bald wieder Felchen fangen. Nach drei Jahren Schonzeit soll der Fang ab 1. Mai 2027 wieder erlaubt sein. Allerdings gelten deutlich strengere Regeln als früher.
Darauf haben sich Bayern, Baden Württemberg, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein bei einer Sitzung der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei im bayerischen Wasserburg geeinigt.
Das Fangverbot war im Jahr 2024 im größten Teil des Bodensees eingeführt worden. Hintergrund war ein drastischer Einbruch der Felchenbestände innerhalb weniger Jahre. Inzwischen sehen Fachleute erste Hinweise auf eine Erholung der Population.
Fang nur mit strengeren Regeln
Damit sich die Bestände weiter stabilisieren, beginnt der Neustart sehr vorsichtig. Laut Beschluss gelten mehrere Einschränkungen für die Fischerei.
- Weniger erlaubte Fangtage
- Weniger Netze pro Fischer
- Größere Maschenweiten der Netze
- Fangzeit nur vom 1. Mai bis Ende August
„Wir fangen ganz moderat an“, sagte Reinhard Reiter. Er ist Bevollmächtigter des aktuellen Vorsitzlandes Bayern in der Fischereikonferenz. Die neue Regelung gilt zunächst bis Ende des Jahres 2028.
Wichtige Fischart für die Region
Felchen gelten als wichtigste traditionelle Fischart des Bodensees. Für viele der verbliebenen Berufsfischer ist der Fang wirtschaftlich zentral. Rund um den See arbeiten noch etwa 49 Berufsfischer.
Zuletzt hatten mehrere Faktoren den Beständen zugesetzt. Dazu zählen Fressfeinde wie der Stichling und ein Mangel an Nahrung. Wissenschaftler hatten deshalb empfohlen, den Beständen Zeit zur Erholung zu geben.
Mit den neuen Regeln hoffen Politik und Forschung, dass sich die Felchenpopulation langfristig stabilisiert und die traditionelle Fischerei am Bodensee erhalten bleibt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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