Bahnausbau in Frankfurt bleibt im Zeitplan
- Der Bahnausbau am Knoten Frankfurt-Stadion soll den Verkehr zwischen Stadionbereich und Hauptbahnhof stabiler machen. Zwei zusätzliche Gleise, neue Brücken und Lärmschutzmaßnahmen gehören zum Großprojekt der Deutschen Bahn.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
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Frankfurt. Der Bahnausbau in Frankfurt-Niederrad soll Pendlern und Reisenden mittelfristig stabilere Fahrpläne bringen. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, liegt das Großprojekt Knoten Frankfurt-Stadion weiter im Zeit- und Kostenrahmen.
Bei einer Baustellenführung am Freitag, 18. September, informierten sich Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori und Bürgerinnen und Bürger über den Stand der Arbeiten. Die Strecke zwischen dem Bahnhof Frankfurt am Main Stadion und dem Hauptbahnhof gilt als einer der stark belasteten Abschnitte im Rhein-Main-Gebiet. Dort teilen sich bislang S-Bahn, Regionalzüge, Fernverkehr und Güterzüge knappe Kapazitäten.
Mehr Gleise für einen der wichtigsten Bahnknoten
Die DB InfraGO baut in den kommenden Jahren zwei zusätzliche Gleise zwischen dem Stadionbereich und dem Frankfurter Hauptbahnhof. Ziel ist, die Verkehrsarten stärker zu trennen. Die S-Bahn soll auf ihren westlichen Gleisen bleiben. Regional- und Güterzüge fahren künftig in der Mitte. ICE-Züge nutzen östliche Gleise.
Diese Aufteilung soll verhindern, dass Züge einander im Knoten Frankfurt-Stadion ausbremsen. Für Fahrgäste bedeutet das nicht sofort einen anderen Fahrplan. Mittelfristig sollen aber weniger Störungen auf andere Züge übergreifen, wenn ein Gleis blockiert ist oder ein Zug Verspätung hat.
Stabbogenbrücke nahe dem Stadion ist nächster Meilenstein
Ende Oktober ist der Einschub einer rund 50 Meter langen Stabbogenbrücke im Frankfurter Stadtwald geplant. Sie soll später die bestehende Forsthausstrecke über die neuen Fernbahngleise führen. DB-Projektleiter Marcel Poths bezeichnete die Brücke als letztes Puzzlestück, um genug Platz für die zwei zusätzlichen Gleise zu schaffen.
Schon abgeschlossen sind nach Bahnangaben mehrere bauvorbereitende Arbeiten. Dazu zählt die Verschwenkung der Bestandsstrecke durch Niederrad. Außerdem wurden im Umfeld Flächen vorbereitet, Bauphasen geordnet und bestehende Anlagen angepasst.
Was das Projekt für Niederrad bedeutet
Der Ausbau ist für Anwohnerinnen und Anwohner deutlich spürbar. In Niederrad mussten Kleingärten weichen. Der alte Bahnhof Niederrad wurde abgerissen. Brücken werden verbreitert oder neu gebaut. Dazu kommen neue Stütz- und Lärmschutzwände entlang der Trasse.
Die Deutsche Bahn verweist auf transparente Informationen, geordnete Bauphasen und Schutzmaßnahmen gegen Lärm. Dennoch bleibt die Baustelle im dicht bebauten Stadtteil eine Belastung, besonders wenn nachts gearbeitet werden muss.
Die wichtigsten Fakten zum Ausbau
- Zwischen Frankfurt Stadion und Hauptbahnhof entstehen zwei zusätzliche Gleise.
- Sieben Brücken werden erweitert oder komplett neu gebaut.
- In Niederrad ist eine dritte zweigleisige Eisenbahnbrücke über den Main geplant.
- Die alte Fachwerkbrücke über den Main stammt aus dem 19. Jahrhundert und muss erneuert werden.
- Bund, Land Hessen und Deutsche Bahn investieren rund 440 Millionen Euro.
Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Schritt, um Engpässe im Bahnnetz zu beseitigen. Mit zusätzlichen Gleisen könnten S-Bahn, Regionalverkehr und Fernverkehr besser voneinander getrennt werden. Das Bahnprojekt gehört zum Infrastrukturprogramm Frankfurt RheinMain plus und unterstützt den geplanten Deutschlandtakt.
Autor:Verkehr im Südwesten: Auto, Bahn & Baustellen aus Mannheim |