Bad Krozingen: Erdbeben im Südwesten erneut spürbar
- Zum zweiten Mal in dieser Woche wackelte die Erde im Südwesten. (Symbolbild)
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Bad Krozingen. Anwohner im Südwesten haben am Dienstag, 3. März, ein erneutes Erdbeben gespürt. Das Beben der Stärke 2,4 traf Bad Krozingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und war in Teilen des Markgräflerlands, des Hochschwarzwalds und in Freiburg wahrnehmbar. Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.
Das Erdbeben registrierte der Erdbebendienst des Landes um 18.30 Uhr. Für viele Menschen blieb es bei einem kurzen, aber deutlichen Ruck. Es war bereits das zweite leichte Beben innerhalb einer Woche in Baden-Württemberg.
Spürbares Risiko: Zweites Erdbeben binnen weniger Tage
Bereits am Sonntag, 1. März, hatte ein weiteres Beben den Südwesten erreicht. Das Epizentrum lag im Ortenaukreis in Kippenheim. Das Beben ereignete sich um 23 Uhr und wurde von zahlreichen Menschen aus der Ortenau und dem Schwarzwald gemeldet.
Baden-Württemberg bleibt Erdbeben-Risikogebiet
Baden-Württemberg gilt als das seismisch aktivste Bundesland in Deutschland. Experten stufen die Aktivität im internationalen Vergleich als moderat ein. Spürbar sind Erdbeben laut Erdbebendienst in der Regel ab einer Stärke von zwei.
Im laufenden Jahr sind im Land bereits 14 Erdbeben spürbar gewesen. Nach Angaben des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg hatten 13 davon ihr Epizentrum im Land, ein weiteres ging von der Schweiz aus und war bis nach Baden-Württemberg zu spüren.
Messnetz überwacht Risiken im Südwesten rund um die Uhr
Zur Überwachung betreibt der Landeserdbebendienst ein Messnetz mit rund 50 Stationen in Baden-Württemberg. Die Daten laufen in Echtzeit in der Zentrale in Freiburg ein, werden automatisch ausgewertet und anschließend von Seismologen geprüft. Bei stärkeren Beben informieren die Experten Behörden und Öffentlichkeit zeitnah.
Erdbeben lassen sich nicht vorhersagen. Geologische Untersuchungen und historische Daten ermöglichen jedoch eine Einschätzung der Gefährdung, etwa für Bauvorgaben und Notfallpläne. dpa
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |