Autonome Shuttles fahren länger im Raum Offenbach ab April
- Autonome Shuttles im Projekt KIRA sind ab April länger unterwegs und bedienen mehr Haltepunkte im Raum Offenbach und Darmstadt. Das Pilotprojekt sammelt wichtige Daten für den künftigen Einsatz selbstfahrender Angebote im ÖPNV.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Andreas Varnhorn
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Offenbach. Autonome Shuttles des Pilotprojekts KIRA fahren ab April länger und steuern zusätzliche Ziele im Rhein Main Gebiet an. Für Pendler und Alltagswege bedeutet das mehr Flexibilität am Morgen und am späten Nachmittag.
Längere Betriebszeiten und mehr Fahrzeuge
Die selbstfahrenden Fahrzeuge von KIRA sind mittwochs bis freitags zwischen 8.30 Uhr und 18 Uhr unterwegs. Zuvor endete der Betrieb früher. Mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen wächst die Flotte auf insgesamt acht Shuttles. Damit reagiert das Projekt auf die höhere Nachfrage zu typischen Pendlerzeiten. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, bleibt das Angebot für registrierte Testnutzer weiterhin kostenlos.
Betriebsgebiet deutlich erweitert
Bereits Anfang März wurde das Einsatzgebiet ausgeweitet. In Darmstadt kommen das Martinsviertel, die Mathildenhöhe und Darmstadt Ost hinzu. Auch in Langen und Egelsbach fahren die Shuttles nun direkt in die Ortszentren. Insgesamt werden rund 130 Haltepunkte bedient.
- Darmstadt mit neuen Stadtteilen im Osten
- Langen mit direkter Anbindung des Zentrums
- Egelsbach mit neuen innerörtlichen Halten
Nutzer bewerten Fahrten als sicher und komfortabel
Mehr als 3.500 Testnutzerinnen und Testnutzer sind für KIRA zugelassen. Nach zehn Monaten Betrieb ziehen die Projektpartner ein positives Zwischenfazit. In einer Begleitstudie bewerten Fahrgäste die Fahrten als sehr komfortabel mit 4.7 von 5 Punkten. Das Sicherheitsgefühl liegt sogar bei 4.8 von 5 Punkten.
Rund zwei Drittel der Teilnehmenden meldeten sich aus Neugier auf autonomes Fahren an. Etwa 60 Prozent nutzen das Angebot inzwischen für Alltagswege. Besonders häufig werden Bahnhöfe in Langen, Egelsbach und Darmstadt sowie das Einkaufszentrum Loop5 in Weiterstadt angesteuert.
Pilotprojekt mit bundesweiter Bedeutung
KIRA steht für „KI basierter Regelbetrieb autonomer On Demand Verkehre“ und testet erstmals in Deutschland autonomes Fahren auf Level 4 mit Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr. Betreiberin ist die DB Regio Bus Mitte. Technologiepartner ist Mobileye. Forschungspartner sind unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt und das Karlsruher Institut für Technologie.
Ziel des Projekts ist es, autonome Angebote künftig als Ergänzung zum klassischen Linienverkehr einzusetzen. Vor allem in Randzeiten und in Gebieten mit geringerer Nachfrage sollen so neue Mobilitätsoptionen entstehen.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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