Zoll hebt in Staudt illegale Zigarettenfabrik aus
- Zahlreiche Zollfahnder waren drei Tage lang im Einsatz. (Symbolbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Staudt. Millionen unversteuerter Zigaretten und ein mutmaßlicher Steuerschaden in Millionenhöhe: Zollfahnder haben auf einem ehemaligen Fabrikgelände im Westerwald eine illegale Produktionsanlage entdeckt und mehrere Verdächtige festgenommen.
Nach einem Bericht des Südwestrundfunks wurde die Anlage im Mai in Staudt im Westerwaldkreis ausgehoben. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen und sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Ermittler durchsuchten insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Rheinland Pfalz, Hessen und Nordrhein Westfalen.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Beschuldigten bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben. Der mutmaßliche Steuerschaden wird auf rund 5,4 Millionen Euro geschätzt.
Millionen Zigaretten in Lagerhallen entdeckt
Bei den Durchsuchungen stellten die Fahnder große Mengen unversteuerter Ware sicher.
- Rund zehn Millionen Zigaretten in einer Lagerhalle in Ahlen in Nordrhein Westfalen
- Etwa neun Millionen Zigaretten auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Rüsselsheim in Hessen
- Mehr als 16 Tonnen Tabak in der Produktionsanlage in Staudt
Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen untergebracht
Nach Angaben der Ermittler waren mindestens elf Arbeiter über längere Zeit auf dem Gelände eingeschlossen. Damit sollte verhindert werden, dass die illegale Produktion nach außen auffällt. Die Menschen lebten dem Bericht zufolge unter fragwürdigen Bedingungen.
Mehr als 120 Einsatzkräfte waren an dem Zugriff beteiligt. Die Maßnahmen dauerten insgesamt drei Tage. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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