Waldbrand bei Granzin: THW baut Einsatz schrittweise zurück
- Nach acht Tagen endet der THW-Großeinsatz beim Waldbrand im Müritz-Nationalpark schrittweise. Mehr als 174 Einsatzkräfte unterstützten bei dem Feuer nahe Granzin auf rund 390 Hektar unter schwierigen Bedingungen in munitionsbelastetem Gelände.
- Foto: THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
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Granzin. Am Dienstag, 21. Juli, beginnt nach acht Tagen der schrittweise Rückbau des THW-Einsatzes im Müritz-Nationalpark. Grund sind angekündigte Niederschläge und eine weitgehend stabile Lage nach dem Großbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Granzin.
Der Waldbrand hatte sich seit dem Ausbruch am 13. Juli auf rund 390 Hektar ausgebreitet. Wegen der anhaltenden Trockenheit und munitionsbelastetem Gelände wurden die Löscharbeiten massiv erschwert. Weite Bereiche konnten nicht direkt betreten oder bekämpft werden. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde die Brandfläche vollständig mit Kreisregnern eingekesselt. Das THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein berichtet, dass die Helfer die Feuerwehr und weitere Behörden unter anderem mit Wasserförderung über lange Wegstrecken, Kraftstoffversorgung für Pumpen, Transport- und Räumarbeiten, Fachberatung der Einsatzleitung sowie der Einsatzdokumentation unterstützt haben.
Insgesamt waren mehr als 174 THW-Angehörige aus 27 Ortsverbänden aus mehreren Landesverbänden beteiligt. In Neustrelitz richtete das THW zudem einen Bereitstellungsraum für Einsatzkräfte ein. Für Fahrzeuge und Pumpen wurde eine eigene Führungsstelle Logistik geschaffen, die alle Versorgungsfahrten koordinierte. Trotz des beginnenden Rückbaus bleiben Einsatzkräfte und Material vor Ort verfügbar, bis die zuständigen Einsatzleitungen endgültig Entwarnung geben. Auch für die Helfer war der Einsatz besonders fordernd. Eine THW-Helferin aus Demmin schilderte, wie sie im Zugtrupp Einheiten koordinierte, Ablösungen plante, an Lagebesprechungen teilnahm und das Einsatztagebuch führte.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |