Vierte Leiche nach Flugzeugabsturz in Namibia gefunden

Nach einem Flugzeugabsturz mit vier Deutschen konnten alle Leichen identifiziert werden. (Symbolbild) | Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
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Windhuk. Nach dem Flugzeugabsturz mit vier deutschen Todesopfern in Namibia ist nun auch die zuletzt vermisste Person gefunden worden. Die Polizei bestätigte, dass die sterblichen Überreste der vierten Passagierin identifiziert wurden.

Nach Angaben der Behörden wurden an allen Opfern Obduktionen und DNA-Identifizierungen vorgenommen. „Alle Opfer wurden identifiziert, einschließlich der sterblichen Überreste der weiblichen Passagierin“, teilte die Polizei mit. Die Leichen sollen nun nach Deutschland überführt werden.

Bei dem Unglück am Samstag, 10. Mai, kamen ein Ehepaar und ihr Sohn aus Bad Rappenau in Baden Württemberg sowie der deutsche Pilot ums Leben. Zunächst konnten Suchtrupps nur die Leichen der drei Männer bergen. Die sterblichen Überreste der Frau galten mehrere Tage als vermisst.

Das Ehepaar hatte über viele Jahre verantwortungsvolle Positionen in der Schwarz Gruppe inne. Zu dem Handelskonzern gehören unter anderem Lidl und Kaufland.

Absturzstelle in schwer zugänglichem Gelände

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich laut Polizei schwierig. Die Absturzstelle lag fast am Gipfel eines Berges in einer steilen Schlucht. Das Gelände war selbst zu Fuß kaum passierbar.

Ein Abtransport ins Tal war nicht möglich. Die Opfer mussten deshalb mit einem Hubschrauber geborgen werden. Zudem war das Flugzeug nach dem Aufprall in Brand geraten und stark beschädigt.

Ermittlungen zur Ursache laufen weiter

Die Propellermaschine vom Typ Cessna 210 war in der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet. Ziel war eine private Landebahn nahe der bekannten Wüstenregion Sossusvlei. Der Flug sollte etwa eine Stunde dauern. Das Flugzeug erreichte sein Ziel jedoch nie.

Ein Suchflugzeug entdeckte später Trümmerteile rund zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der abgelegenen Region Hardap.

Die namibische Behörde für Flugunfalluntersuchungen untersucht weiter die Ursache. Unklar ist unter anderem, ob ein Flugschreiber an Bord war und ob dieser gefunden wurde. Ermittler werten Wrackteile, Wartungsunterlagen und Wetterdaten aus. Auch deutsche Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind beteiligt. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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