Übung in Mainz: Feuerwehr trainiert radioaktive Einsätze

Die Berufsfeuerwehr Mainz hat auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität den Umgang mit radioaktiven Stoffen trainiert. | Foto: Boris Roessler/dpa
  • Die Berufsfeuerwehr Mainz hat auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität den Umgang mit radioaktiven Stoffen trainiert.
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Mainz. Für den Ernstfall bei radioaktiven Funden hat die Berufsfeuerwehr Mainz auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität den Umgang mit Strahlenquellen trainiert. Geübt wurden nach Feuerwehrangaben unter realistischen Bedingungen unter anderem ein Transportunfall mit radioaktiven Arzneimitteln und der Fund einer radioaktiven Probe in einem Schrottcontainer.

Warum die Übung wichtig ist

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Michael Ehresmann war das Training mit echten Strahlenquellen nötig, damit die Spezialmessgeräte der Feuerwehr realistische Werte anzeigen. Simulatoren stehen der Feuerwehr demnach nicht zur Verfügung. Gerade weil solche Einsätze sehr selten seien, müsse der Ablauf regelmäßig geübt werden.

Gefahr blieb kontrolliert

Nach Angaben des Strahlenschutzbeauftragten der Universität, Christian Gorges, kamen ausschließlich sehr schwache Strahlenquellen zum Einsatz, wie sie etwa in der Krebsbehandlung verwendet werden. Eine Gefahr für Einsatzkräfte, Bevölkerung oder Umwelt habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Seltene Einsätze brauchen Routine

Wie wichtig Vorbereitung bei radioaktiven Lagen ist, zeigte zuletzt ein Einsatz in St. Ingbert im Saarland. Dort waren Polizei, Feuerwehr und Strahlenschutzexperten im Einsatz, nachdem ein 24-Jähriger radioaktive Mineralien aus alten Steinbrüchen gesammelt und nach bisherigen Erkenntnissen in seiner Wohnung gelagert und verarbeitet hatte.

Teil einer ganzen Übungsreihe

Die Mainzer Übung gehört zu einer Reihe von Lageübungen zum Umgang mit gefährlichen Stoffen. Nach Angaben der Feuerwehr finden solche Trainings jedes Jahr statt. Im vergangenen Jahr standen Vegetationsbrände im Mittelpunkt. In diesem Jahr geht es an sechs Mittwochen um Einsätze mit gefährlichen Stoffen. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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