TV-Fahndung in Lichtenau: „Aktenzeichen XY“ greift Fall auf
- In der Sendung mit Moderator Rudi Cerne geht es um einen Fall aus dem Landkreis Rastatt. (Archivbild)
- Foto: Peter Kneffel/dpa
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Lichtenau. Der Vermisstenfall um einen Familienvater aus dem Landkreis Rastatt rückt erneut in den Fokus: In Lichtenau wird das rätselhafte Verschwinden von Alexander Bohnert am Mittwoch, 8. Juli, in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ aufgegriffen.
Der damals 51-Jährige war laut Polizei am 3. April gegen 8 Uhr nach seiner Nachtschicht zu einer Wanderung aufgebrochen. Eine Überwachungskamera hielt nach Angaben der Ermittler diesen Moment fest. Seitdem fehlt von dem Mann jede Spur.
Polizei veröffentlicht Fotos zur Fahndung
Die Polizei hat eine öffentliche Vermisstenfahndung mit Fotos veröffentlicht. Demnach trug der Mann beim Verlassen seines Hauses eine schwarze Wanderhose, eine schwarze Softshelljacke und dunkle Wanderschuhe. Zudem hatte er einen Rucksack dabei.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Offenburg gibt es vor der Fernsehsendung keine neuen Erkenntnisse. Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort lägen nicht vor. Auch Anzeichen für ein Verbrechen oder ein mögliches Motiv seien bislang nicht gefunden worden.
Viele Fragen bleiben offen
Nach Einschätzung der Polizei bleibt das Verschwinden weiter rätselhaft. Im Raum stehen den Angaben zufolge ein möglicher Unglücksfall oder ein Suizid. Konkrete Hinweise aus dem Umfeld des Vermissten gebe es dafür aber ebenfalls nicht.
Der Mann sei nach Nachtschichten gelegentlich in der Umgebung spazieren gegangen, wenn er nicht habe einschlafen können. Eine kleinere Wanderung am Morgen sei deshalb nichts Ungewöhnliches gewesen.
Nach der Heimkehr von der Arbeit hatte er noch Kontakt mit seiner Ehefrau. Ihr sei an diesem Morgen nichts Auffälliges aufgefallen. Sie habe das Haus später für einen privaten Termin verlassen, als ihr Mann sich bereits hingelegt habe.
ZDF zeigt Spezialsendung am Dienstagabend
Die Sondersendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ läuft seit 2022 und beschäftigt sich mit vermissten Menschen unterschiedlichen Alters. Angehörige und Polizei hoffen dabei auf Hinweise aus dem Publikum.
Moderator Rudi Cerne erklärte laut ZDF, ihn berühre vor allem die Ungewissheit, mit der Angehörige leben müssten. Zugleich zeigte er sich beeindruckt von der Kraft vieler Familien, die die Suche nicht aufgeben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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