Tötungsdelikt in Augsburg: Verdächtiger in Psychiatrie
- Nach dem Fund zweier Toter in einer Asylunterkunft in Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn ermittelt die Kriminalpolizei wegen zweifachen Totschlags. Der 29-jährige Tatverdächtige wurde nach Auffälligkeiten bei der Aufnahme in der JVA in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt.
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Haunstetten-Siebenbrunn. Am Montag, 3. August, fand die Polizei gegen 16.00 Uhr in einer dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße in Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn zwei tote Männer im Alter von 39 und 54 Jahren in einem Müllcontainer. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Augsburg berichtet, ermittelt die Kriminalpolizei Augsburg wegen des Verdachts des zweifachen Totschlags.
Auslöser der Sofortmaßnahmen war der Hinweis eines Bekannten des später tot aufgefundenen 54-Jährigen, der ihn als möglicherweise hilflos gemeldet hatte. Nach bisherigem Stand waren der 29 Jahre alte Tatverdächtige sowie die beiden Verstorbenen Bewohner der Unterkunft. Zeitweise sollen der 29-Jährige und der 54-Jährige auch dasselbe Zimmer bewohnt haben. Die genauen Vorbeziehungen der Beteiligten sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Der 29-Jährige wurde bereits am Dienstag durch Beamte des Polizeipräsidiums München in der Münchner Innenstadt vorläufig festgenommen, einem Ermittlungsrichter vorgeführt und kam zunächst wegen des Verdachts des zweifachen Totschlags in Untersuchungshaft.
Rund um das Tatobjekt liefen in den vergangenen Tagen umfangreiche Suchmaßnahmen nach Beweismitteln. Dabei waren auch Polizeihunde, Gerichtsmediziner und die Spurensicherung der Kriminalpolizei Augsburg im Einsatz. Die übrigen Bewohner der Unterkunft wurden inzwischen durch die Stadt Augsburg in andere Unterkünfte verlegt. Neu ist nun: Bei der regulären Aufnahmeuntersuchung in der JVA beobachteten Verantwortliche erhebliche Auffälligkeiten im Verhalten des Beschuldigten. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord könnte die Tat im Zusammenhang mit einer psychiatrischen Erkrankung stehen. Zur weiteren Abklärung wurde der 29-Jährige in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt. Ein Unterbringungsbefehl wurde am Dienstag, 11. August, eröffnet und vollzogen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |