SEK-Panne in Heidenheim: Polizei stürmt falsche Wohnung
- Die Polizei stürmte eine Wohnung nach einem Hinweis - es war allerdings die Falsche. (Symbolbild)
- Foto: Marcus Brandt/dpa
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Heidenheim. Eine 21-Jährige aus Heidenheim fand nach ihrem Urlaub eine aufgebrochene Wohnungstür vor: Bei einem SEK-Einsatz hatte die Polizei versehentlich ihre Wohnung gestürmt. Die Frau erfuhr erst im Nachhinein von dem Irrtum, wie sie der „Heidenheimer Zeitung“ und dem SWR sagte.
Der Einsatz ereignete sich am 25. August in einem Mehrfamilienhaus. Nach Polizeiangaben hatte ein Zeuge dort einen Mann mit einer vermeintlichen Maschinenpistole gesehen. Daraufhin rückten mehrere Streifenwagen und das Spezialeinsatzkommando an. Die Einsatzkräfte brachen jedoch die falsche Tür in dem Haus auf.
Überwachungskamera zeigt den Einsatz
Die Bewohnerin konnte den Ablauf nach eigenen Angaben über Aufnahmen ihrer Überwachungskamera nachvollziehen. Die Beamten hätten ihre Tür aufgebrochen und nach dem erkannten Irrtum das Schloss austauschen lassen. Insgesamt seien sie etwa zwei Stunden in der Wohnung gewesen. „Ich fiel aus allen Wolken und war erstmal wirklich sauer“, sagte die 21-Jährige.
Als sie später vor ihrer Tür stand, habe sie zunächst an einen Einbruch gedacht. Die Polizei hatte eine Visitenkarte mit dem Hinweis hinterlassen, dass sie ihren Schlüssel beim Revier abholen könne.
Polizei will Schaden übernehmen
Warum die Einsatzkräfte an der falschen Wohnungstür landeten, wollte das Polizeipräsidium Ulm aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erklären. „Es sollte normalerweise nicht passieren, es kann aber leider passieren“, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Die Beamten seien geblieben, bis das Schloss ausgetauscht gewesen sei. Für den entstandenen Schaden will die Polizei aufkommen. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |