SEK-Panne in Heidenheim: Polizei stürmt falsche Wohnung
- Die Polizei stürmte eine Wohnung nach einem Hinweis - es war allerdings die Falsche. (Symbolbild)
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Heidenheim. Ein Polizeieinsatz kann für Bewohner auch dann Folgen haben, wenn sie gar nicht zu Hause sind: In Heidenheim hat das SEK versehentlich die Wohnung einer 21-Jährigen gestürmt. Die Frau war nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt im Urlaub und erfuhr erst später von dem Irrtum, wie sie der „Heidenheimer Zeitung“ und dem SWR sagte.
Der Einsatz ereignete sich am 25. August in einem Mehrfamilienhaus. Nach Angaben der Polizei hatte ein Zeuge dort einen Mann mit einer vermeintlichen Maschinenpistole gesehen. Daraufhin rückten mehrere Streifenwagen und das Spezialeinsatzkommando an. Die Einsatzkräfte brachen jedoch die falsche Wohnungstür auf.
Überwachungskamera zeichnet Einsatz auf
Die Bewohnerin konnte den Ablauf nach eigener Aussage über Aufnahmen ihrer Überwachungskamera nachvollziehen. Nachdem die Beamten den Irrtum bemerkt hatten, wurde das Schloss ausgetauscht. Nach Angaben der Frau waren die Einsatzkräfte rund zwei Stunden in der Wohnung. „Ich fiel aus allen Wolken und war erstmal wirklich sauer“, sagte sie.
Als sie später vor ihrer Tür stand, habe sie zunächst an einen Einbruch gedacht. Die Polizei hinterließ nach ihren Angaben eine Visitenkarte mit dem Hinweis, dass sie ihren Schlüssel beim Revier abholen könne.
Polizei will für den Schaden aufkommen
Warum die Einsatzkräfte an der falschen Tür landeten, erklärte das Polizeipräsidium Ulm aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. „Es sollte normalerweise nicht passieren, es kann aber leider passieren“, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Die Beamten seien so lange vor Ort geblieben, bis das Schloss ersetzt war. Für den entstandenen Schaden will die Polizei aufkommen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |