SEK-Irrtum in Heidenheim: Polizei will Schaden ersetzen

Die Polizei stürmte eine Wohnung nach einem Hinweis - es war allerdings die falsche. (Symbolbild)  | Foto: Marcus Brandt/dpa
  • Die Polizei stürmte eine Wohnung nach einem Hinweis - es war allerdings die falsche. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Heidenheim. Eine unbeteiligte Bewohnerin in Heidenheim soll nach einem irrtümlichen SEK-Einsatz nicht auf dem Schaden an ihrer Wohnung sitzen bleiben: Die Polizei hat sich entschuldigt und will die Kosten ersetzen. „Es tut uns leid, dass wir in die falsche Wohnung gegangen sind“, sagte ein Polizeisprecher in Ulm. Die Polizei stehe zu dem Fehler.

Einsatz nach Hinweis auf vermeintliche Waffe

Der Einsatz ereignete sich am 25. August in einem Mehrfamilienhaus. Ein Zeuge hatte nach Polizeiangaben einen Menschen mit einer vermeintlichen Maschinenpistole gesehen. Daraufhin rückten unter anderem Kräfte des Spezialeinsatzkommandos an.

Bei dem Einsatz wurde zunächst die Wohnung der unbeteiligten Frau aufgebrochen. Sie war zu diesem Zeitpunkt im Urlaub. Eine Überwachungskamera in der Wohnung filmte den Einsatz.

Polizei entschuldigt sich direkt bei der Frau

Die Frau habe später Kontakt mit dem zuständigen Sachbearbeiter gehabt. Dabei habe sich die Polizei mündlich bei ihr entschuldigt. Einen Blumenstrauß oder eine andere Wiedergutmachung habe es nicht gegeben.

Warum die Einsatzkräfte die falsche Wohnung öffneten, teilte der Polizeisprecher aus „einsatztaktischen Gründen“ nicht mit. Das Mehrfamilienhaus sei das richtige gewesen.

Keine Statistik zu solchen Fehlern

Wie häufig es bei SEK-Einsätzen zu einer Verwechslung von Wohnungen kommt, weiß die Polizei nicht. Eine entsprechende Statistik werde nicht geführt. „Es sollte normalerweise nicht passieren, es kann aber leider passieren.“ Dem Innenministerium sei der Fehler bekannt.

Nachdem die Polizei ihren Irrtum bemerkt hatte, durchsuchten die Beamten laut dem Sprecher die tatsächlich gesuchte Wohnung. Dort fanden sie die Nachbildung einer Waffe. Gegen den Bewohner wird wegen des Führens einer sogenannten Anscheinswaffe ermittelt. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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