SEK im Einsatz: Polizei hebt Drogenring im Allgäu aus
- Polizeikräfte sichern bei einer großangelegten Razzia in Süddeutschland Beweismittel im Kampf gegen mutmaßlichen bandenmäßigen Drogenhandel. (Symbolbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Großeinsatz. Im Allgäu und angrenzenden Regionen hat eine Großrazzia am heutigen Donnerstagmorgen zu Festnahmen und umfangreichen Sicherstellungen geführt. Polizei und Justiz durchsuchten insgesamt 31 Objekte. Betroffen waren die Landkreise Neu-Ulm, Unter-, Ost- und Oberallgäu sowie die Städte Memmingen und Kaufbeuren. Weitere Maßnahmen gab es in Baden-Württemberg sowie in Rosenheim und Fürstenfeldbruck.
Dabei vollstreckten Einsatzkräfte Haftbefehle gegen sechs Tatverdächtige. Zusätzlich wurde ein Erzwingungshaftbefehl umgesetzt. Vier weitere Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen.
Ermittlungen seit Sommer 2025
Den Beschuldigten wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in großer Menge vorgeworfen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Fund von zwei Kilogramm Amphetamin im Juli 2025 durch die Kriminalpolizei Heilbronn. Die weiteren Spuren führten laut Polizei zu einer Gruppierung im Allgäu.
Im Kern soll die Gruppe aus vier Personen im Alter zwischen 25 und 37 Jahren bestehen. Sie soll größere Mengen Kokain, Amphetamin, Ketamin und Marihuana aus dem In- und Ausland bezogen und vor allem im Allgäu sowie im angrenzenden Baden-Württemberg verkauft haben.
Rund 30 Kilogramm Drogen und Waffen sichergestellt
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Dazu zählen
- rund ein Kilogramm Kokain
- neun Kilogramm Amphetamin
- sieben Kilogramm Ketamin
- zwölf Kilogramm Haschisch
Zudem wurden mehrere Marihuanaplantagen entdeckt. Sichergestellt wurden außerdem zwei Kriegswaffen, eine scharfe Pistole, Munition sowie zahlreiche Mobiltelefone und Datenträger.
Wegen der Gefährdungslage kamen an vier Objekten Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz. Unterstützt wurde die Aktion von der Bereitschaftspolizei, dem Bayerischen Landeskriminalamt sowie weiteren Dienststellen aus Bayern und Baden-Württemberg. Sechs Tatverdächtige sollten im Laufe des Donnerstags dem Haftrichter in Memmingen vorgeführt werden, zwei weitere in Kempten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |