Schuss vor Bahnhof in Bielefeld: Haftbefehl nach Angriff
- Nach einer Schlägerei vor dem Bielefelder Bahnhof soll ein 21-Jähriger auf einen 34-Jährigen geschossen haben. Die Mordkommission ermittelt, gegen den Festgenommenen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.
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Bielefeld. Am Samstag, 8. August, kam es gegen 05.50 Uhr vor dem Bielefelder Bahnhof zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 21 Jahre alter deutscher Tatverdächtiger wurde kurz nach einer Schussabgabe festgenommen, wie die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft mitteilten.
Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen der 21-Jährige und drei weitere Personen auf dem Bahnhofsvorplatz auf einen 34-Jährigen aus Berlin eingeschlagen und eingetreten haben. Als der Mann flüchten konnte, soll der polizeibekannte Tatverdächtige mit einer Schusswaffe auf ihn geschossen haben. Der Schuss verfehlte das Opfer und schlug in die Tür eines wartenden Taxis ein, das von einem 57-jährigen Bielefelder gefahren wurde. Der 34-Jährige erlitt bei der vorangegangenen Auseinandersetzung leichte Verletzungen. Nach der ärztlichen Versorgung konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.
Streifenpolizisten, die wegen eines anderen Einsatzes in Bahnhofsnähe waren, nahmen den alkoholisierten 21-Jährigen wenig später in Tatortnähe fest. Auf der Flucht hatte er die Waffe weggeworfen. Die Beamten fanden sie anschließend an der Herbert-Hinnendahl-Straße. Der Tatort wurde für die Spurensicherung weiträumig abgesperrt, die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Dem Festgenommenen wurde auf der Wache eine Blutprobe entnommen. Noch am Samstag wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |