Riskante Verfolgungsfahrt bei Leonberg endet mit Angriffen auf Beamte
- Ein 24-Jähriger soll vor der Polizei geflüchtet und dabei mehrmals mehr als 200 km/h gefahren sein. (Symbolbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Leonberg. Eine riskante Verfolgungsfahrt mit mutmaßlich mehr als 200 Stundenkilometern hat im Kreis Böblingen zu einem Polizeieinsatz und später zu Angriffen auf Beamte geführt. Ein 24 Jahre alter Autofahrer soll vor einer Kontrolle geflüchtet sein. Als Polizisten ihn später zu Hause aufsuchten, wurden zwei Beamte leicht verletzt.
Nach Angaben der Ermittler fiel der Wagen einer Zivilstreife am frühen Montagmorgen, 18. Mai, in Leonberg wegen deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Als sie Blaulicht und Martinshorn einschalteten, soll der Fahrer erneut stark beschleunigt haben. Vermutlich fuhr er mehr als 200 Kilometer pro Stunde.
Die Polizei brach die Verfolgung schließlich ab. Grund war die gefährliche Fahrweise, durch die andere Verkehrsteilnehmer hätten gefährdet werden können.
Familienangehörige stellen sich Polizisten entgegen
Rund zwei Stunden später suchten Beamte den 24-Jährigen an seiner Wohnadresse in Marbach am Neckar im Kreis Ludwigsburg auf. Dort stellten sich laut Polizei mehrere Familienangehörige den Einsatzkräften in den Weg.
Als die Beamten das Handy und den Führerschein des Mannes sicherstellen wollten, eskalierte die Situation. Der 24-Jährige sowie zwei Angehörige im Alter von 32 und 67 Jahren sollen die Polizisten angegriffen haben. Ein Beamter wurde ins Gesicht geschlagen und zu Boden gerissen.
Ein weiterer Angehöriger, 29 Jahre alt, filmte den Einsatz mit seinem Handy. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Gegen mehrere Beteiligte wird nun ermittelt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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