Revision nach Urteil in Ellwangen: Physiotherapeut wehrt sich
- Ein Angeklagter wehrt sich gegen seine Bewährungstrafe. (Archivfoto)
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Ellwangen. Ein Urteil wegen sexuellen Missbrauchs beschäftigt nun den Bundesgerichtshof. Ein Physiotherapeut hat gegen seine Verurteilung durch das Landgericht Ellwangen Revision eingelegt.
Das Gericht hatte den 54-Jährigen am Dienstag, 12. Mai, zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Richter folgten damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Nach Überzeugung der Kammer hatte sich der Mann in mindestens einer Behandlungssitzung an einer 34 Jahre alten Patientin vergangen.
Mit der Revision ist das Urteil zunächst nicht rechtskräftig. Der Fall wird nun vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe geprüft.
Patientin trat als Nebenklägerin auf
Die Frau sagte zu Beginn des Prozesses unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Sie trat im Verfahren als Nebenklägerin auf. Ihr Ehemann und ihre Schwägerin bestätigten später ihre Schilderungen vor Gericht. Nach Angaben der Zeugen leidet die 34-Jährige noch immer unter den Folgen des Erlebten.
Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe bis zuletzt. Seine Verteidigerin hatte im Prozess auf Freispruch plädiert. Auf Nachfrage räumte der Mann jedoch ein, dass die Patientin bei einigen Behandlungsterminen, die teilweise am Abend stattfanden, keine Unterhose getragen habe.
Weiterer Prozess steht noch aus
Der Fall ist nicht der einzige Vorwurf gegen den Physiotherapeuten. Bereits rund ein Jahr zuvor war der Mann in einem ähnlichen Verfahren zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Auch dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Mit diesem Verfahren muss sich ebenfalls das Landgericht Ellwangen in einer Berufung beschäftigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben sich zudem weitere Frauen gemeldet, die von ähnlichen Erlebnissen berichten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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