Revision im Raserprozess in Ludwigsburg: Urteil auf Prüfstand
- Der Unfallverursacher wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. (Archiv)
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Ludwigsburg. Der tödliche Raserfall aus Ludwigsburg beschäftigt weiter die Justiz. Nach dem Mordurteil gegen zwei Brüder wird sich nun der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen.
Die beiden Hauptangeklagten haben Revision gegen ihre Verurteilungen eingelegt. Das bestätigte das Landgericht Stuttgart. Damit prüfen die Richterinnen und Richter in Karlsruhe das Urteil auf mögliche Rechtsfehler. Neue Beweise werden dabei nicht erhoben. Eine Entscheidung kann sich dennoch über mehrere Monate hinziehen.
Das tödliche Autorennen hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach Überzeugung des Gerichts nahmen die beiden Brüder den Tod anderer Verkehrsteilnehmer bewusst in Kauf.
Urteile nach tödlichem Autorennen
Das Landgericht Stuttgart hatte am Dienstag, 7. April, folgende Strafen verhängt
- Der Unfallfahrer wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
- Sein Bruder erhielt wegen versuchten Mordes eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren.
- Ein Cousin der beiden Männer bekam ein Jahr Haft auf Bewährung.
Bei dem illegalen Rennen war das Auto des später verurteilten Fahrers mit dem Wagen zweier junger Frauen zusammengestoßen. Beide Frauen starben.
Urteil gegen Cousin bereits rechtskräftig
Der Cousin akzeptierte das Urteil nach Angaben des Landgerichts. Damit ist seine Strafe bereits rechtskräftig. Die Entscheidungen gegen die beiden Brüder gelten dagegen erst als endgültig, wenn der Bundesgerichtshof über die Revision entschieden hat.
Einer der Verteidiger hatte diesen Schritt bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung angekündigt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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