Prozess um Angriff in Ulm: Greta Thunberg im Gericht
- Aktivistin Greta Thunberg als Zuschauerin bei Prozess um Palästina-Aktivisten.
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Im Prozess um einen spektakulären Angriff auf ein Rüstungsunternehmen in Ulm sorgt prominenter Besuch für zusätzliche Aufmerksamkeit. Am vierten Verhandlungstag erschien die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg als Zuschauerin im Gerichtssaal.
Vor dem Landgericht Stuttgart stehen fünf Pro Palästina Aktivisten. Sie sollen im September in die Ulmer Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems eingebrochen sein und dort Inventar zerstört haben. Nach Angaben der Anklage entstand ein Schaden von rund 1,04 Millionen Euro.
Fünf Aktivisten vor Gericht
Die Angeklagten sollen der Gruppe „Palestine Action Germany“ angehören. Ihnen wird vorgeworfen, gezielt Einrichtungen des Unternehmens beschädigt zu haben. Der Prozess hatte seit seinem Beginn mehrfach für Unruhe gesorgt. Im Gericht kam es wiederholt zu Tumulten. Außerdem gab es Streit über die Sitzordnung sowie Befangenheitsanträge gegen die vorsitzende Richterin.
Greta Thunberg verfolgt den Prozess als Zuschauerin. Die 23 Jährige wurde weltweit durch ihre Klimaproteste bekannt. In den vergangenen Monaten engagierte sie sich verstärkt auch zu Menschenrechten und zum Nahostkonflikt.
Im Juni war sie an Bord des Hilfsschiffs „Madleen“, das Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen sollte. Die israelische Marine stoppte das Schiff in internationalen Gewässern und leitete es nach Israel um. Im Dezember beteiligte sich Thunberg in London an einer Protestaktion von Mitgliedern der Gruppe „Palestine Action“, bei der die Polizei einschritt. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |