Prozess-Streit in Stuttgart-Stammheim: Anklage weiter offen
- Auf den Plätzen der Angeklagten nahmen beim Prozessauftakt kurzzeitig auch die Rechtsanwälte Platz. (Archivfoto)
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Stuttgart-Stammheim. Im Prozess um einen Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen aus Ulm kommt das Verfahren bislang kaum voran. Auch am zweiten Verhandlungstag im Hochsicherheitsgericht in Stuttgart-Stammheim wurde die Anklage noch nicht verlesen.
Grund ist ein Streit um Verfahrensfragen. Die Verteidiger kritisierten erneut, dass die Angeklagten während der Verhandlung hinter Sicherheitsglas sitzen. Dadurch sei eine vertrauliche Kommunikation mit den Anwälten kaum möglich. Die Verteidigung kündigte zahlreiche Anträge an. Die Vorsitzende Richterin erteilte dafür zunächst jedoch nicht das Wort.
Pro-Palästina-Aktivisten im Gerichtssaal
Beim Einzug der Angeklagten kam es zudem zu lautstarker Unterstützung aus dem Zuschauerbereich. Pro-Palästina-Aktivisten klatschten und sangen einen Kanon im streng gesicherten Gerichtssaal.
Vorwürfe gegen fünf Angeklagte
Vor Gericht stehen fünf Aktivisten aus Irland, Großbritannien, Spanien und Deutschland im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. Nach Angaben der Ermittler sollen sie nachts in das Firmengelände eines israelischen Rüstungsunternehmens in Ulm eingedrungen sein und dort Inventar mit hohem Wert zerstört haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vor. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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