Prozess nach Koffer-Leichenfund in Filderstadt: Angeklagter schweigt
- Der Angeklagte soll die Frau aus dem Stuttgarter Drogenmilieu kennen.
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Filderstadt. Nach dem Fund einer toten Frau in einem Rollkoffer beschäftigt der Fall nun das Stuttgarter Landgericht. Zum Auftakt des Prozesses wegen Totschlags hat der angeklagte Mann geschwiegen und keine Aussage gemacht.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der 51 Jahre alte Mann eine Bekannte getötet und ihre Leiche in einem Koffer versteckt haben. Die stark verwesten Überreste der 39 Jahre alten Frau wurden im August in Filderstadt entdeckt. Ermittler gehen davon aus, dass die Frau bereits rund einen Monat zuvor gestorben war.
Koffer unter Brücke nahe Spielplatz entdeckt
Mitarbeiter des städtischen Bauhofs fanden den Rollkoffer in einem ausgetrockneten Bachbett. Er lag versteckt unter einer kleinen Brücke in der Nähe eines Spielplatzes. Wegen der sommerlichen Hitze war der Körper zu diesem Zeitpunkt bereits stark verwest und teilweise skelettiert.
Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler laut Staatsanwaltschaft durch einen anonymen Hinweis.
Das Opfer hatte einen türkischen Pass. Laut Anklage sollen sich die Frau und der mutmaßliche Täter zuvor im Stuttgarter Drogenmilieu kennengelernt haben. Die 39 Jährige galt seit Montag, 21. Juli, als vermisst. An diesem Tag wurde sie zuletzt in Stuttgart gesehen.
Urteil im Juli erwartet
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor. Mordmerkmale sieht die Anklage nicht. Die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat acht Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am Donnerstag, 23. Juli, fallen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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