Prozess in Freiburg: Vater nach tödlichem B3-Unfall vor Gericht
- Bei dem Unfall starben ein 27-Jähriger sowie zwei Mädchen im Alter von sechs und 13 Jahren. (Archivbild)
- Foto: Katharina Kausche/dpa
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Freiburg. Vor dem Amtsgericht Freiburg beginnt am Mittwoch, 29. Juli, der Prozess gegen einen 47 Jahre alten Autofahrer nach einem schweren Unfall mit drei Toten auf der B3 bei Freiburg.
Dem Mann wirft die Anklage fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vor. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft war nach dem Unfall ein Blutalkoholwert von 1,4 Promille gemessen worden.
Der Unfall ereignete sich Anfang Mai 2025 am späten Abend auf der Bundesstraße 3 zwischen Schallstadt und Freiburg. Nach bisherigen Ermittlungen wollte der Fahrer auf einen Parkplatz entlang der B3 abbiegen. Dabei soll er alkoholbedingt und möglicherweise auch wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen geparkten Lastwagen geprallt sein. Das Auto fing danach Feuer. Zeugen retteten laut Ermittlern alle sieben Menschen aus dem Wagen.
Drei Angehörige starben nach dem Aufprall
Zwei Töchter des Angeklagten und sein 27 Jahre alter Neffe kamen ums Leben. Eine sechs Jahre alte Tochter und der Neffe starben noch an der Unfallstelle. Eine 13 Jahre alte Tochter erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der 47-Jährige, die 34 Jahre alte Mutter sowie zwei Söhne im Alter von drei und sieben Jahren wurden schwer verletzt.
Auto war nur für fünf Menschen zugelassen
Bei den Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass der Wagen mit sieben Menschen besetzt war, obwohl er nur für fünf Insassen ausgelegt war. Vier der Mitfahrenden waren laut Polizei und Staatsanwaltschaft minderjährige Kinder des Fahrers und der 34-Jährigen.
Wann in dem Verfahren ein Urteil fallen könnte, war zunächst offen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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