Nach Brand in Pleidelsheim: Stadt startet heute Spendenkampagne
- Das Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert musste bei den Löscharbeiten komplett abgerissen werden.
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Pleidelsheim. Der Brand im historischen Ortskern trifft Bewohner und Geschäftsleute hart: 21 Menschen haben in Pleidelsheim ihr Zuhause verloren, Existenzen stehen vor dem Aus. Nach dem Feuer in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert hat die Stadt am Montag, 9. März, eine Spendenkampagne gestartet, um den Betroffenen schnell zu helfen.
Sowohl das historische Fachwerkhaus als auch ein angrenzendes Wohngebäude sind nach Angaben der Stadt unbewohnbar. In den Häusern lebten insgesamt 21 Menschen, darunter zwei Familien mit kleinen Kindern. «Innerhalb weniger Stunden verloren sie ihr Zuhause, ihre persönlichen Erinnerungen und viele Dinge, die ein Leben ausmachen.» Auch mehrere Geschäftsbesitzer verloren durch den Brand ihre Existenzgrundlage.
Spendenkampagne soll unbürokratisch helfen
Die Stadt bittet um Spenden, um den betroffenen Bewohnern und Gewerbetreibenden rasch Unterstützung zu ermöglichen. Ziel ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe, damit die Menschen die ersten dringendsten Ausgaben bewältigen können. Zuvor hatte die «Cannstatter Zeitung» über die Spendenkampagne berichtet.
Brand zerstört historisches Gebäude im Ortskern
Das Feuer brach am Sonntag, 8. März, im Dachstuhl eines Hauses aus und griff auf das angrenzende historische Fachwerkgebäude über. Sechs Menschen erlitten nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen. Der entstandene Schaden liegt laut Schätzung der Ermittler bei mindestens 1,5 Millionen Euro.
Gutachter prüfen Brandort – Ursache weiter unklar
Der Brandort soll als Nächstes von Gutachtern und Kräften der Spurensicherung untersucht werden. Angaben zur Brandursache machte die Polizei bislang nicht.
Bürgermeisterin trauert um Wahrzeichen
Das Fachwerkhaus musste nach dem Brand vollständig abgerissen werden, um alle Glutnester zu löschen. Es zählte zu den ältesten Gebäuden und prägte das Ortsbild. «Mein Herz blutet», sagte Bürgermeisterin Sabrina Lee. Zunächst hatte sie gehofft, dass Teile des historischen Gebäudes erhalten werden könnten. dpa
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |