Mordprozess in Tübingen: Mutter soll Baby vergiftet haben
- Eine 25 Jahre alte Mutter muss sich vor dem Landgericht Tübingen verantworten, weil sie ihr Frühgeborenes mit einer Überdosis Koffein vergiftet haben soll. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Tübingen. Ein Prozess am Landgericht Tübingen rückt ab Mittwoch, 26. August, einen schweren Verdacht aus einer Klinik in den Fokus: Eine 25 Jahre alte Frau soll ihrem frühgeborenen Sohn auf einer Intensivstation heimlich eine Überdosis Koffein gespritzt haben.
Mutter wegen versuchten Mordes angeklagt
Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchten Mord vor. Der Säugling wurde den Ermittlungen zufolge in Tübingen auf einer Intensivstation versorgt, als es zu der mutmaßlichen Tat kam. Nach Angaben des Gerichts war das Kind dadurch mehrere Tage in einem lebensbedrohlichen Zustand.
Acht Verhandlungstermine geplant
Der Prozess beginnt am Mittwoch, 26. August, um 9 Uhr. Das Landgericht hat zunächst acht Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte nach der bisherigen Planung Mitte Oktober fallen.
Anklage geht von besonderem Motiv aus
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft soll die Mutter gehandelt haben, um Aufmerksamkeit und Zuwendung für sich selbst zu bekommen. Ob sich dieser Vorwurf bestätigt, muss das Gericht in der Hauptverhandlung klären.
Ähnlicher Fall in Heidelberg
In Heidelberg war zuvor eine 26 Jahre alte Mutter zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie ihrer dreijährigen Tochter mehrfach über einen Venenzugang Keime gespritzt haben soll. Ein Sachverständiger vermutete damals das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Dabei machen Eltern ihre Kinder absichtlich krank, um Anerkennung zu bekommen und sich selbst als aufopferungsvoll darzustellen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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